Betroffene Personen, die vor ihrem Tod im Bereich des Amtsgerichts Bruchsal wohnten, sind der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Bruchsal zugeteilt.

Möchten Personen aus dem örtlichen Zuständigkeitsbereich des Gerichtes ihr Testament in Verwahrung geben, liegt die Zuständigkeit bei diesem Amtsgericht Bruchsal. Die Angehörigen des Verstorbenen können hier außerdem einen Erbschein beantragen.

Nicht zuständig in bestimmten Fällen ist die Abteilung Nachlass des Amtsgerichts Bruchsal, auch wenn der Erblasser zuletzt dort wohnhaft gewesen ist. Für eine Ausschlagung der Erbschaft etwa, kann das Nachlassgericht am Aufenthaltsort der Person, die die Erklärung einreicht, zuständig sein.

Die Übermittlung der für eine Erbausschlagung erforderlichen beglaubigten Dokumente ist gesetzlich geregelt und wird vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers vorgenommen.


Nachlassgericht Bruchsal - die Aufgaben im Überblick

Nachlassgericht Bruchsal

Das Nachlassgericht Bruchsal übernimmt diverse, zum großen Teil gebührenpflichtige Aufgaben.

Zu den Aufgaben gehören:

  • Erbscheinausstellung
  • Ermittlung der Erben
  • Testamentsvollstreckung
  • Verwahrung von Verfügungen
  • Testamentsvollstreckerzeugnisse

Nachlassgericht Bruchsal - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Schönbornstraße 18
76646 Bruchsal
Schönbornstraße 18
76646 Bruchsal

Kontakt

Tel.-Nr.: 07251 74-0
Fax-Nummer: 07251 74-2866
Webseite: amtsgericht-bruchsal.de

Amtsgericht Bruchsal - zusätzliche Aufgaben

Das Amtsgericht verfügt nicht nur über eine Nachlassabteilung, es betreut auch andere Verfahren, in denen Rechtsverkehr stattfindet:

  • Familiensachen
  • Strafverfahren
  • Zivilverfahren

Häufig gestellte Fragen zum Nachlassgericht Bruchsal

Laut § 344 Abs. 7 FamFG muss der Erbe, der das Erbe ausschlagen möchte, nicht einen gesonderten Antrag beim Amtsgericht des Erblassers stellen, sondern kann dies beim Nachlassgericht seines Bezirks durchführen.

Die Nachlassabteilung des Amtsgerichts im Bezirk des Erben kümmert sich um die Beglaubigung und Weiterleitung der erforderlichen Dokumente. Der Erbe muss somit nicht persönlich beim Amtsgericht des Erblassers erscheinen.

Kann das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden, ist das Nachlassgericht Berlin Schöneberg der zuständig.

Das Nachlassgericht erteilt nur dann einen Erbschein, wenn vorab ein entsprechender gültiger Antrag eingereicht wurde. Es kann unterschiedliche Fälle geben, nach denen der Erbschein beantragt wird. Es können nämlich Miterben, Alleinerben, Ersatzerben oder auch der Vollstrecker des Testaments den Erbschein beantragen.


Einzelnachweise

dejure.org: Gerichtsverfassungsgsetz § 23a »
Gesetze im Internet: BGB § 2247 Eigenhändiges Testament »
Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »