Für alle gemeldeten Personen, die zum Todeszeitpunkt im jeweiligen Bezirk des Amtsgerichts gewohnt haben, gilt, dass Sie von der Nachlassabteilung des Amtsgericht Delmenhorst betreut werden.

Diese Personen können ihr privatschriftliches Testament beim Nachlassgericht Delmenhorst in Verwahrung geben. Die Angehörigen des Verstorbenen können hier außerdem einen Erbschein beantragen.

In wenigen besonderen Fällen liegt die örtliche Zuständigkeit nicht beim Amtsgericht Delmenhorst. Die Erbausschlagung kann in manchen Fällen auch an dem Nachlassgericht durchgeführt werden, in dem Bezirk, in dem die erklärende Person lebt.

Gesetzlich ist festgesetzt, dass die für eine Erbausschlagung erforderlichen Dokumente vom Nachlassgericht des Erben in beglaubigter Form an die zuständige Nachlassabteilung des für den Erblasser zuständigen Amtsgerichtes übermittelt werden.


Nachlassgericht Delmenhorst - die Aufgaben im Überblick

Nachlassgericht Delmenhorst

Im Zuge einer Erbschaft fallen für die Erben Aufgaben an, für die fast ausnahmslos das Nachlassgericht Delmenhorst zuständig ist. Die Kosten müssen von den Erben getragen werden.

Einige Aufgaben des Nachlassgerichts Delmenhorst auf einen Blick:

  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören
  • Verwaltung des Nachlasses
  • Ermitteln der Erben
  • Verfügungseröffnung im Todesfall
  • Ausstellung von Erbscheinen
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Verwahrung von Verfügungen
  • Vollstreckung des Testaments

Nachlassgericht Delmenhorst - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Bismarckstraße 110
27749 Delmenhorst
Postfach 11 44
27747 Delmenhorst

Kontakt

Tel.: 04221 12620
Fax-Nummer: 04221 1262160
Internetseite:amtsgericht-delmenhorst.niedersachsen.de

Weitere Aufgaben des Amtsgerichts Delmenhorst

Das Amtsgericht betreut nicht nur Fälle des Nachlasses für Erben und Erblasser, es betreut auch andere Verfahren, in denen Rechtsverkehr stattfindet:

  • Familiensachen
  • Strafverfahren

Die häufigsten Fragen zum Nachlassgericht Delmenhorst

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass die nötigen Dokumente auch vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet werden können. Das persönliche Erscheinen ist also nicht notwendig.

Eine Weiterleitung erfolgt nach Beglaubigung der Dokumente, damit ein gesondertes Erscheinen mit erforderlichen Dokumenten durch den Erben nicht mehr nötig ist.

Kann das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden, ist das Nachlassgericht Berlin Schöneberg der zuständig.

Ein Erbschein wird nur dann erforderlich und auch ausgestellt, wenn ein entsprechender Antrag eingereicht wurde. Je nach Erbfall ist es unterschiedlich, wer den Antrag auf einen Erbschein stellen kann. So können sowohl Alleinerben als auch Miterben, Nacherben, Ersatzerben oder der Testamentsvollstrecker für die Beantragung der Erbscheinerteilung in Frage kommen.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: GVG § 23a »
Gesetze im Internet: FamFG § 344 Besondere örtliche Zuständigkeit »
Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »
Gesetze im Internet: BGB § 2247 Eigenhändiges Testament »