Betroffene Personen, die vor ihrem Tod im Bezirk des Amtsgerichts Eisenach wohnten, werden von der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Eisenach verwaltet.

Diese Personen können ihr privatschriftliches Nachlassschreiben beim Nachlassgericht Eisenach in Verwahrung geben. Am Nachlassgericht Eisenach können die Erben darüber hinaus einen Erbschein beantragen.

Nicht alle Angelegenheiten, die den Nachlass betreffen, betreut das Nachlassgericht Eisenach. Soll ein Erbe ausgeschlagen werden, kann die entsprechende Erklärung beispielsweise auch am gewöhnlichen Aufenthaltsort des Erben abgegeben werden.

Die notwendigen Unterlagen werden von dort von einem Sachbearbeiter in öffentlich beglaubigter Form an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Welche Verantwortungen hat das Nachlassgericht Eisenach?

Nachlassgericht Eisenach

Eine Vielzahl von Aufgaben werden vom jeweiligen Nachlassgericht übernommen, davon sind einige mit Gebühren verknüpft.

Zu den Aufgaben gehören:

  • Verfügungen im Todesfall
  • Vollstreckung eines Testaments
  • Nachlassverwaltung
  • Eröffnung von Verfügungen im Todesfall
  • Sicherung des Nachlasses
  • Erbenermittlung

Nachlassgericht Eisenach - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Theaterplatz 5
99817 Eisenach
Postfach 11 54
99801 Eisenach

Kontakt

Telefon-Nr.: 03691 2470
Fax-Nr.: 03691 247200
Webseite:thueringen.de/th4/olg

Zusätzliche Aufgaben beim Amtsgericht Eisenach

Verschiedene weitere Tätigkeiten - neben Nachlassangelegenheiten - fallen in die Zuständigkeit des Amtsgerichts Eisenach Der elektronische Rechtsverkehr wird noch für folgende andere Bereiche durch das Amtsgericht abgedeckt:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Zivilverfahren
  • Familiensachen

Nachlassgericht Eisenach - häufige Fragen

Wenn das Erbe ausgeschlagen werden soll, kann das (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Wohnort der erklärenden Person in dem dafür zuständigen Nachlassgericht durchgeführt werden.

Die Nachlassabteilung des Amtsgerichts im Bezirk des Erben kümmert sich um die Beglaubigung und Weiterleitung der erforderlichen Dokumente. Der Erbe muss somit nicht persönlich beim Amtsgericht des Erblassers erscheinen.

In diesem Falle wird immer das Amtsgericht in Berlin Schöneberg für die Verwaltung des Falls zuständig.

Das Nachlassgericht erteilt nur dann einen Erbschein, nachdem vorab ein entsprechender Antrag eines Beteiligten beim Nachlassgericht eingereicht wurde. Dieser Antrag auf einen Erbschein kann von folgenden Personen gestellt werden: Testamentsvollstrecker, alleinige Erben, Miterben, Nacherben und Ersatzerben.


Einzelnachweise

dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »
dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: § 2247 BGB Eigenhändiges Testament »