Für alle betroffenen Personen zuständig ist die Nachlassabteilung des Amtsgerichts Erfurt, die vor ihrem Tod zuletzt im Bezirk des Gerichtes wohnten.

Diese Personen können ihr von Hand geschriebenes Nachlassschreiben beim Nachlassgericht Erfurt hinterlegen. Angehörige des Erblassers können hier die Ausstellung eines Erbscheins beantragen.

Angelegenheiten, die den Nachlass betreffen, werden nicht alle vom Amtsgericht Erfurt verwaltet. Soll eine Ausschlagung des Erbes erfolgen, kann diese Erklärung auch durch die am Wohnort ansässigen Behörden betreut werden.

Die beglaubigten Unterlagen, die für alle Erklärungen notwendig sind, werden an das entsprechend zuständige Nachlassgericht Erfurt weitergeleitet.


Welche Verantwortungsbereiche hat das Nachlassgericht Erfurt?

Nachlassgericht Erfurt

Die Erfüllung einer Vielzahl von in der Regel gebührenpflichtigen Aufgaben obliegt der Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Erfurt

Aufgaben, die in den Bereich des Nachlassgerichts Erfurt fallen, sind zum Beispiel:

  • Eröffnung von Verfügungen im Falle des Todes
  • Verwalten des Nachlasses
  • Erbenermittlung
  • Sichern des Nachlasses
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Erteilen von Erbscheinen
  • Vollstreckung des Testaments
  • Verfügungen im Todesfall

Nachlassgericht Erfurt - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Rudolfstraße 46
99092 Erfurt
Postfach 90 04 33
99107 Erfurt

Kontakt

Tel.: 0361 573555001
Fax: 0361 573555000
Website: thueringen.de/th4/olg

Weitere Aufgaben des Amtsgerichts Erfurt

Rechtsverkehr, der elektronisch abgewickelt werden kann, wird ebenfalls von diesem Amtsgericht übernommen:

  • Familiensachen
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit

Häufig gestellte Fragen zum Nachlassgericht Erfurt

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass die nötigen Dokumente auch vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet werden können. Das persönliche Erscheinen ist also nicht notwendig.

Alle erforderlichen Unterlagen werden vom Amtsgericht beglaubigt und an das Nachlassgericht des Erblassers übermittelt. Es muss dann keine umständliche Anreise durch den Erben erfolgen.

Das Nachlassgericht Berlin Schöneberg gilt immer dann als zuständig, wenn das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden konnte.

Nur nach Einreichen eines entsprechenden Antrags auf einen Erbschein, kann man auf die Aushändigung solch eines Erbscheins hoffen. Dieser Antrag auf einen Erbschein kann von folgenden Personen gestellt werden: Testamentsvollstrecker, alleinige Erben, Miterben, Nacherben und Ersatzerben.


Einzelnachweise

dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »
buzer.de: § 23a - Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) »
dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »