Die Abteilung Nachlass des Amtsgerichtes Forchheim ist für alle Bürger zuständig, die beim Zeitpunkt des Todes im zuständigen Gerichtsbezirks lebten.

Wenn die betroffenen Personen ein handgeschriebenes Testament verwahren wollen, liegt die Zuständigkeit bei diesem Amtsgericht Forchheim. Die Angehörigen des Verstorbenen können hier die Ausstellung eines Erbscheins beantragen.

In wenigen besonderen Einzelfällen liegt die örtliche Zuständigkeit nicht beim Nachlassgericht Forchheim. So kann die Erbausschlagung zum Beispiel auch am Nachlassgericht vorgenommen werden, in dem Bezirk, in dem die erklärende Person lebt.

Die für eine Erbausschlagung erforderlichen Dokumente werden nach Prüfung und Beglaubigung vom Nachlassgericht des Erben regulär an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Welche Funktionen übernimmt das Nachlassgericht Forchheim?

Nachlassgericht Forchheim

Die auf die Erben zukommenden Aufgaben verbunden mit einer Erbschaft, werden fast ausnahmslos vom Nachlassgericht Forchheim betreut. Die Erben tragen in der Regel auch die dafür anfallenden Kosten.

Zu den Aufgaben gehören:

  • Verwalten des Nachlasses
  • Erbscheinerteilung
  • Ermitteln der Erben
  • Nachlasssicherung
  • Verfügungen, die bis zum Todesfall verwahrt werden
  • Testamentsvollstreckerzeugnisse

Nachlassgericht Forchheim - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Kapellenstraße 15
91301 Forchheim
Postfach 12 69
91294 Forchheim

Kontakt

Telefon-Nr.: 09191 710-0
Fax-Nummer: 09191 710-101
Internetseite:justiz.bayern.de/gericht/ag/fo

Welche Aufgaben hat das Amtsgericht Forchheim außerdem?

Neben Nachlassangelegenheiten, fallen verschiedene weitere Tätigkeiten in den Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Forchheim. Der elektronische Rechtsverkehr wird noch für folgende andere Bereiche durch das Amtsgericht abgedeckt:

  • Familiensachen
  • Strafverfahren
  • Zivilverfahren
  • Grundbuchverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit

Häufig gestellte Fragen zum Nachlassgericht Forchheim

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass das Ausschlagen einer Erbschaft auch bei der Nachlassabteilung des für den Erbempfänger zuständigen Amtsgerichtes erklärt werden kann.

Die beglaubigten Dokumente werden an das zuständige Nachlassgericht weitergeleitet, sodass eine gegebenfalls zeit- und kostenintensive Anreise in der Regel nicht erforderlich ist.

Das Nachlassgericht Berlin Schöneberg gilt immer dann als zuständig, wenn das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden konnte.

Das Nachlassgericht erteilt nur dann einen Erbschein, wenn ein Grund dafür vorliegt und daraufhin ein entsprechender Antrag eingereicht wurde. Dieser Antrag auf einen Erbschein kann von folgenden Personen gestellt werden: Testamentsvollstrecker, alleinige Erben, Miterben, Nacherben und Ersatzerben.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: BGB § 2247 Eigenhändiges Testament »
buzer.de: § 344 - Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) »
dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »