Personen, die vor ihrem Tod im Bezirk des Amtsgerichts Geestland wohnten, werden von der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Geestland verwaltet.

Möchten Personen aus dem örtlichen Zuständigkeitsbereich des Gerichtes ihr Testament in Verwahrung geben, liegt die Zuständigkeit bei diesem Amtsgericht Geestland. Erben können am Nachlassgericht Geestland außerdem einen Antrag zur Erstellung eines Erbscheins einreichen.

Nicht alle Angelegenheiten, die den Nachlass betreffen, betreut das Nachlassgericht Geestland. Soll eine Ausschlagung des Erbes erfolgen, kann die entsprechende Erklärung beispielsweise auch am gewöhnlichen Aufenthaltsort des Erben abgegeben werden.

Die Übermittlung der für eine Erbausschlagung erforderlichen beglaubigten Dokumente ist gesetzlich geregelt und wird vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers vorgenommen.


Welche Verantwortungsbereiche hat das Nachlassgericht Geestland?

Nachlassgericht Geestland

Eine Vielzahl von Aufgaben werden vom jeweiligen Nachlassgericht übernommen, davon sind einige mit Gebühren verknüpft.

Folgende Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht Geestland:

  • Ausstellung von Erbscheinen
  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören
  • Ermitteln der Erben
  • Nachlassverwaltung
  • Testamentsvollstreckerzeugnisse
  • Vollstreckung des Testaments
  • Verfügungen, die bis zum Todesfall verwahrt werden

Nachlassgericht Geestland - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Debstedter Straße 17
27607 Geestland
Debstedter Straße 17
27607 Geestland

Kontakt

Tel.-Nr.: 04743 882
Fax-Nr.: 04743 88238
Homepage:amtsgericht-geestland.niedersachsen.de

Weitere Aufgaben des Amtsgerichts Geestland

Verschiedene weitere Tätigkeiten - neben Nachlassangelegenheiten - fallen in die Zuständigkeit des Amtsgerichts Geestland Der elektronische Rechtsverkehr wird noch für folgende andere Bereiche durch das Amtsgericht abgedeckt:

  • Zivilverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit

Nachlassgericht Geestland - Fragen und Antworten

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass das Ausschlagen einer Erbschaft auch bei der Nachlassabteilung des für den Erbempfänger zuständigen Amtsgerichtes erklärt werden kann.

Eine Weiterleitung erfolgt nach Beglaubigung der Dokumente, damit ein gesondertes Erscheinen mit erforderlichen Dokumenten durch den Erben nicht mehr nötig ist.

Sollte dieser Fall eintreten, ist das Gericht in Berlin Schöneberg zuständig.

Nur nach Einreichen eines entsprechenden Antrags auf einen Erbschein, kann das Nachlassgericht diesem nachkommen. Dieser Antrag kann vom Alleinerben, von möglichen Miterben, Nach- oder Ersatzerben sowie vom Testamentsvollstrecker gestellt werden.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »
Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »
Gesetze im Internet: FamFG § 344 Besondere örtliche Zuständigkeit »
buzer.de: § 23a - Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) »