Personen, die ihren Wohnsitz im Zeitpunkt ihres Todes im Bereich des Amtsgerichts Gelsenkirchen hatten, betreut die Abteilung Nachlass des Amtsgerichts Gelsenkirchen (ID: R2507).

Das Nachlassgericht Gelsenkirchen nimmt Testamente der Bürger in Verwahrung. Die Angehörigen des Verstorbenen können hier die Ausstellung eines Erbscheins beantragen.

Nicht zuständig in bestimmten Fällen ist die Abteilung Nachlass des Amtsgerichts Gelsenkirchen, auch wenn der Erblasser dort im Bezirk zuletzt gemeldet gewesen ist. Ein Ausschlagen des Erbes beispielsweise kann auch am Nachlassgericht eingereicht und verhandelt werden, in dem Bezirk, in dem die betroffene Person gemeldet ist.

Die notwendigen Unterlagen werden von dort vom jeweiligen zuständigen Sachbearbeiter in öffentlich beglaubigter Form an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Nachlassgericht Gelsenkirchen - die Aufgaben in der Übersicht

Nachlassgericht Gelsenkirchen

Die auf die Erben zukommenden Aufgaben verbunden mit einer Erbschaft, werden fast ausnahmslos vom Nachlassgericht Gelsenkirchen betreut. Die Kosten müssen von den Erben getragen werden.

Zu den Aufgaben zählen:

  • Verwaltung des Nachlasses
  • Verwahrung von Verfügungen
  • Vollstrecken von Testamenten
  • Erteilung von Erbscheinen
  • Sichern des Erbes
  • Ermittlung der Erben
  • Testamentsvollstreckerzeugnisse
  • Eröffnung von Verfügungen im Todesfall

Nachlassgericht Gelsenkirchen - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Bochumer Straße 79
45886 Gelsenkirchen

45801 Gelsenkirchen

Kontakt

Tel.: 0209 14899-0
Fax-Nummer: 0209 14899-111
Website: ag-gelsenkirchen.nrw.de

Zusätzliche Aufgaben beim Amtsgericht Gelsenkirchen

Rechtsverkehr, der elektronisch abgewickelt werden kann, wird ebenfalls von diesem Amtsgericht übernommen:

  • Grundbuchverfahren
  • Zivilverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Familiensachen

Nachlassgericht Gelsenkirchen - häufige Fragen

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass die nötigen Dokumente auch vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet werden können. Das persönliche Erscheinen ist also nicht notwendig.

Alle erforderlichen Unterlagen werden vom Amtsgericht beglaubigt und an das Nachlassgericht des Erblassers übermittelt. Es muss dann keine umständliche Anreise durch den Erben erfolgen.

Zuständig in diesem Fall ist das Nachlassgericht in Berlin Schöneberg.

Ein Erbschein wird nur dann vom Amtsgericht ausgestellt, nachdem vorab ein entsprechender Antrag eines Beteiligten beim Nachlassgericht eingereicht wurde. Dieser Antrag kann vom Alleinerben, von möglichen Miterben, Nach- oder Ersatzerben sowie vom Testamentsvollstrecker gestellt werden.


Einzelnachweise

buzer.de: § 2247 - Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) »
buzer.de: § 342 - Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) »
buzer.de: § 344 - Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) »