Für alle gemeldeten Personen, die zum Todeszeitpunkt im jeweiligen Amtsgerichtsbezirk gewohnt haben, gilt, dass sie der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Gernsbach in diesem Bereich unterstellt sind.

Das Nachlassgericht Gernsbach nimmt Nachlassschreiben der Bürger in Verwahrung. Die Angehörigen des Verstorbenen können hier die Ausstellung eines Erbscheins beantragen.

Nicht für alle Nachlassangelegenheiten ist das Nachlassgericht Gernsbach zuständig. Soll eine Ausschlagung des Erbes erfolgen, kann die entsprechende Erklärung beispielsweise auch am gewöhnlichen Aufenthaltsort des Erben abgegeben werden.

Die beglaubigten Dokumente werden vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Welche Zuständigkeiten hat das Nachlassgericht Gernsbach?

Nachlassgericht Gernsbach

Im Zuge einer Erbschaft fallen für die Erben Aufgaben an, für die fast ausnahmslos das Nachlassgericht Gernsbach zuständig ist. Die Erben tragen in der Regel auch die dafür anfallenden Kosten.

Fälle, die im Nachlassgericht Gernsbach behandelt werden, sind zum Beispiel:

  • Testamentsvollstreckung
  • Testamentsvollstreckerzeugnisse
  • Ermitteln der Erben
  • Verfügungseröffnung im Falle des Todes
  • Erteilen von Erbscheinen
  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören
  • Verwalten des Erbes
  • Verfügungen, die bis zum Todesfall verwahrt werden

Nachlassgericht Gernsbach - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Hauptstraße 44
76593 Gernsbach
Postfach 14 65
76587 Gernsbach

Kontakt

Tel.-Nr.: 07224 9957-0
Fax-Nummer: 07224 9957-10
Webseite: amtsgericht-gernsbach.de

Amtsgericht Gernsbach - weitere Aufgabenfelder im Überblick

Im Amtsgericht Gernsbach werden nicht nur Fälle, die den Nachlass betreffen, verwaltet.In folgenden Bereichen ist das Gericht für den elektronischen Rechtsverkehr zuständig:

  • Zivilverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit

Nachlassgericht Gernsbach - häufige Fragen

Laut § 344 Abs. 7 FamFG muss der Erbe, der das Erbe ausschlagen möchte, nicht einen gesonderten Antrag beim Amtsgericht des Erblassers stellen, sondern kann dies beim Nachlassgericht seines Bezirks durchführen.

Die beglaubigten Dokumente werden an das zuständige Nachlassgericht weitergeleitet, sodass der Erbe es wesentlich einfacher hat, das Ausschlagen des Erbes durchzuführen.

Sollte das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht gefunden werden können, ist das Gericht in Berlin Schöneberg zuständig.

Nur wenn ein gültiger Antrag auf einen Erbschein eingereicht wurde, kann ein Erbschein vom Nachlassgereicht ausgehändigt werden. Wer diesen Antrag stellen kann, ist vom individuellen Erbfall abhängig. Es können nämlich Miterben, Alleinerben, Ersatzerben oder auch der Vollstrecker des Testaments den Erbschein beantragen.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: FamFG § 344 Besondere örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »
Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »