Für alle Personen zuständig ist die Nachlassabteilung des Amtsgerichts Görlitz, die zum Zeitpunkt ihres Todes im Bezirk des Gerichts wohnhaft waren.

Wenn Personen über ein handgeschriebenes Testament verfügen, können sie das Nachlassgericht Görlitz aufsuchen. Angehörige des Erblassers können hier außerdem einen Erbschein beantragen.

Nicht für alle Angelegenheiten den Nachlass betreffend ist das Nachlassgericht Görlitz (Sachsen) zuständig. Für eine Ausschlagung der Erbschaft etwa, kann das Nachlassgericht am Wohnort der entsprechenden Person, die die Erklärung einreicht, aufgesucht werden.

Unterlagen, die dafür notwendig sind, werden dann von dort an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet, nachdem sie beglaubigt wurden


Welche Verantwortungsbereiche hat das Nachlassgericht Görlitz?

Nachlassgericht Görlitz

Im Zuge einer Erbschaft fallen für die Erben Aufgaben an, für die fast ausnahmslos das Nachlassgericht Görlitz zuständig ist. Die Erben tragen in der Regel auch die dafür anfallenden Kosten.

Einige Aufgaben des Nachlassgerichts Görlitz auf einen Blick:

  • Ermittlung der Erben
  • Erteilen von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Erteilung von Erbscheinen
  • Sichern des Nachlasses
  • Eröffnen von Verfügungen
  • Verfügungsverwahrung (im Todesfall)
  • Testamentsvollstreckung

Nachlassgericht Görlitz - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Postplatz 18
2826 Görlitz
Postfach 30 04 51
2809 Görlitz

Kontakt

Tel.-Nr.: 03581 469-0
Fax-Nummer: 03581 469-1919
Internetseite:justiz.sachsen.de/aggr

Amtsgericht Görlitz - weitere Aufgabenbereiche

Nicht nur für den Nachlass ist das Amtsgericht zuständig, sondern auch für Rechtsverkehr, der elektronisch abgewickelt wird:

  • Familiensachen
  • Strafverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Zivilverfahren
  • Grundbuchverfahren

Die häufigsten Fragen zum Nachlassgericht Görlitz

Laut § 344 Abs. 7 FamFG werden die erforderlichen beglaubigten Dokumente auch von der Nachlassabteilung des Amtsgericht der ausschlagenden Person an das zuständige Amtsgericht des Erblassers weitergeleitet.

Die notwendigen Unterlagen werden vom Nachlassgericht, an dem die Erbausschlagung erklärt wurde, an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weitergeleitet. Für den Erben entstehen demnach keine anreisebedingte Kosten.

In diesem Falle wird immer das Amtsgericht in Berlin Schöneberg für die Verwaltung des Falls zuständig.

Vom Amtsgericht wird ein Erbschein nur dann erteilt, wenn auch ein Antrag darauf gestellt wurde. Dieser Antrag kann vom Alleinerben, von möglichen Miterben, Nach- oder Ersatzerben sowie vom Testamentsvollstrecker gestellt werden.


Einzelnachweise

buzer.de: § 2247 - Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) »
Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »
dejure.org: Gerichtsverfassungsgsetz § 23a »
Gesetze im Internet: FamFG § 344 Besondere örtliche Zuständigkeit »