Personen, die ihren Wohnsitz im Zeitpunkt ihres Todes im Bezirk des Amtsgerichts Groß-Gerau hatten, betreut die Abteilung Nachlass des Amtsgerichts Groß-Gerau in Hessen.

Diese Personen können ihr privatschriftliches Testament beim Nachlassgericht Groß-Gerau hinterlegen. Am Nachlassgericht Groß-Gerau können Angehörige darüber hinaus die Ausstellung eines Erbscheins anfragen.

Nicht für alle Angelegenheiten den Nachlass betreffend ist das Nachlassgericht Groß-Gerau (ID: M1106) zuständig. Ein Ausschlagen des Erbes beispielsweise kann auch am Nachlassgericht eingereicht und verhandelt werden, in dem Bezirk, in dem die erklärende Person lebt.

Die Übermittlung der für eine Erbausschlagung erforderlichen beglaubigten Dokumente ist gesetzlich geregelt und wird vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers vorgenommen.


Welche Funktionen übernimmt das Nachlassgericht Groß-Gerau?

Nachlassgericht Groß-Gerau

Der Nachlassabteilung eines Amtsgerichts obliegen viele Aufgaben, die in der Regel mit einer gewissen Gebühr verbunden sind

Folgende Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht als Amtsgericht Groß-Gerau:

  • Erteilen von Erbscheinen
  • Verwahren von Verfügungen im Todesfall
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Verfügungseröffnung im Falle des Todes
  • Verwalten des Erbes
  • Sicherung des Erbes
  • Ermitteln der Erben
  • Testamentsvollstreckung

Nachlassgericht Groß-Gerau - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Europaring 11 - 13
64521 Groß-Gerau
Postfach 11 62
64518 Groß-Gerau

Kontakt

Tel.-Nr.: 06152 170-02
Fax-Nr.: 06152 53536
Webseite: ag-grossgerau.justiz.hessen.de

Zusätzliche Aufgaben beim Amtsgericht Groß-Gerau

Im Amtsgericht Groß-Gerau werden nicht nur Nachlassangelegenheiten bei Todesfällen verwaltet und entschieden. In folgenden Bereichen ist das Gericht für den elektronischen Rechtsverkehr zuständig:

  • Strafverfahren
  • Familiensachen
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Zivilverfahren

Nachlassgericht Groß-Gerau - Fragen und Antworten

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass die nötigen Dokumente auch vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet werden können. Das persönliche Erscheinen ist also nicht notwendig.

Die Nachlassabteilung des Amtsgerichts im Bezirk des Erben kümmert sich um die Beglaubigung und Weiterleitung der erforderlichen Dokumente. Der Erbe muss somit nicht persönlich beim Amtsgericht des Erblassers erscheinen.

In diesem Falle wird immer das Amtsgericht in Berlin Schöneberg für die Verwaltung des Falls zuständig.

Nach Einreichen eines Antrags auf einen Erbschein, kann ein Erbschein vom Nachlassgereicht ausgehändigt werden. Den Antrag können die Alleinerben aber auch mögliche Miterben, Nacherben, Ersatzerben oder auch der Vollstrecker des Testaments stellen.


Einzelnachweise

dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: § 2247 BGB Eigenhändiges Testament »
Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »