Die Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Halle (Saale) ist für alle Bürger zuständig, die vor ihrem Tod zuletzt im Bezirk des Gerichtes wohnten.

Wenn Personen über ein handgeschriebenes Testament verfügen, können sie sich an das Nachlassgericht Halle (Saale) wenden. Die Angehörigen des Verstorbenen können hier außerdem einen Erbschein beantragen.

In bestimmten Fällen ist die Nachlassabteilung des Amtsgerichts Halle (Saale) nicht zuständig. Soll ein Erbausschlag eingereicht werden, kann diese Erklärung auch durch die am Wohnort ansässigen Behörden betreut werden.

Die beglaubigten Unterlagen, die für alle Erklärungen notwendig sind, werden an das entsprechend zuständige Nachlassgericht Halle (Saale) weitergeleitet.


Welche Zuständigkeiten hat das Nachlassgericht Halle (Saale)?

Nachlassgericht Halle (Saale)

Ein Nachlassgericht ist für verschiedene Aufgaben zuständig, die nicht immer gebührenfrei sind.

Folgende Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht Halle (Saale):

  • Vollstreckung des Testaments
  • Verwaltung des Nachlasses
  • Verwahrung von Verfügungen
  • Nachlasssicherung
  • Ermittlung der Erben
  • Verfügungseröffnung im Todesfall
  • Erteilung von Erbscheinen
  • Testamentsvollstreckerzeugnisse

Nachlassgericht Halle (Saale) - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Thüringer Straße 16
6112 Halle (Saale)

6095 Halle (Saale)

Kontakt

Telefon-Nr.: 0345 2200
Fax-Nummer: 0345 2205030
Webseite: ag-hal.sachsen-anhalt.de

Zusätzliche Aufgaben beim Amtsgericht Halle (Saale)

Verschiedene weitere Tätigkeiten - neben Nachlassangelegenheiten - fallen in die Zuständigkeit des Amtsgerichts Halle (Saale) Der elektronische Rechtsverkehr wird noch für folgende andere Bereiche durch das Amtsgericht abgedeckt:

  • Zivilverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Familiensachen

Fragen und Antworten zum Nachlassgericht Halle (Saale)

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass die nötigen Dokumente auch vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet werden können. Das persönliche Erscheinen ist also nicht notwendig.

Die Weiterleitung erfolgt, damit der Erbe es wesentlich einfacher hat, das Ausschlagen des Erbes durchzuführen.

Sollte das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht gefunden werden können, ist das Gericht in Berlin Schöneberg zuständig.

Ein Erbschein wird nur dann erforderlich und auch ausgestellt, wenn ein entsprechender Antrag eingereicht wurde. Den Antrag können die Alleinerben aber auch mögliche Miterben, Nacherben, Ersatzerben oder auch der Vollstrecker des Testaments stellen.


Einzelnachweise

dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: § 2247 BGB Eigenhändiges Testament »