Für alle gemeldeten Personen, die zum Todeszeitpunkt im jeweiligen Amtsgerichtsbezirk gewohnt haben, gilt, dass Sie von der Nachlassabteilung des Amtsgericht Hamburg-Barmbek betreut werden.

Wenn die betroffenen Personen ein handgeschriebenes Testament verwahren wollen, können sie das Nachlassgericht Hamburg-Barmbek aufsuchen. Am Nachlassgericht Hamburg-Barmbek können die Erben darüber hinaus einen Erbschein beantragen.

Die Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Hamburg-Barmbek ist in bestimmten Fällen nicht zuständig. Ein Ausschlagen des Erbes beispielsweise kann auch am Nachlassgericht eingereicht und verhandelt werden, in dessen Bezirk die erklärende Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Die notwendigen Unterlagen werden von dort vom jeweiligen zuständigen Sachbearbeiter in öffentlich beglaubigter Form an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Welche Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht Hamburg-Barmbek?

Nachlassgericht Hamburg-Barmbek

Die Erfüllung einer Vielzahl von in der Regel gebührenpflichtigen Aufgaben obliegt der Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Hamburg-Barmbek

Zu den Aufgaben gehören:

  • Verwaltung des Nachlasses
  • Testamentsvollstreckerzeugnisse
  • Sicherung des Nachlasses
  • Verwahrung von Verfügungen
  • Eröffnung von Verfügungen im Todesfall

Nachlassgericht Hamburg-Barmbek - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Spohrstraße 6
22083 Hamburg
Postfach 76 01 20
22051 Hamburg

Kontakt

Tel.-Nr.: 040 428 28-0
Fax: 040 427983-289
Homepage:justiz.hamburg.de/ag-barmbek

Amtsgericht Hamburg-Barmbek - weitere Aufgabenfelder im Überblick

Rechtsverkehr, der elektronisch abgewickelt werden kann, wird ebenfalls von diesem Amtsgericht übernommen:

  • Familiensachen
  • Zivilverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Mahnverfahren
  • Strafverfahren

Nachlassgericht Hamburg-Barmbek - Fragen und Antworten

Nachlassangelegenheiten, die die Erbausschlagung betreffen, können (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Wohnort der erklärenden Person in dem dafür zuständigen Nachlassgericht durchgeführt werden.

Alle erforderlichen Unterlagen werden vom Amtsgericht beglaubigt und an das Nachlassgericht des Erblassers übermittelt. Es muss dann keine umständliche Anreise durch den Erben erfolgen.

Sollte das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht gefunden werden können, ist das Gericht in Berlin Schöneberg zuständig.

Nur nach Einreichen eines entsprechenden Antrags auf einen Erbschein, kann man auf die Aushändigung solch eines Erbscheins hoffen. Der Antrag zur Erteilung eines Erbscheins kann je nach den jeweiligen Rahmenbedingungen einer Erbschaft vom Alleinerben sowie den möglichen Mit-, Nach- oder Ersatzerben gestellt werden. Die Berechtigung für solche einen Antrag auf einen Erbschein kann auch vom Vollstrecker des Testaments erfolgen.


Einzelnachweise

buzer.de: § 2247 - Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) »
buzer.de: § 344 - Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) »
dejure.org: Gerichtsverfassungsgsetz § 23a »
dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »