Personen, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Zeitpunkt ihres Todes im Bereich des Amtsgerichts Hameln hatten, sind der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Hameln zugeteilt.

Möchten Personen aus dem örtlichen Einzugsgebiet des Gerichtes ihr Testament in Verwahrung geben, liegt die Zuständigkeit bei diesem Nachlassgericht Hameln. Die Angehörigen des Verstorbenen können hier die Ausstellung eines Erbscheins beantragen.

Nicht für alle Angelegenheiten den Nachlass betreffend ist das Nachlassgericht Hameln (ID: P2304) zuständig. Für eine Ausschlagung der Erbschaft etwa, kann auch das Nachlassgericht am gewöhnlichen Aufenthalt der erklärenden Person aufgesucht werden.

Die Übermittlung der für eine Erbausschlagung erforderlichen beglaubigten Dokumente ist gesetzlich geregelt und wird vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers vorgenommen.


Welche Verantwortungen hat das Nachlassgericht Hameln?

Nachlassgericht Hameln

Zum großen Teil sind die unterschiedlichen Aufgaben des Nachlassgerichts Hameln gebührenpflichtig.

Einige Aufgaben des Nachlassgerichts Hameln auf einen Blick:

  • Nachlassverwaltung
  • Sichern des Erbes
  • Vollstrecken von Testamenten
  • Ausstellung von Erbscheinen
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Alle Verfügungen bei einem Todesfall

Nachlassgericht Hameln - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Zehnthof 1
31785 Hameln
Postfach 10 13 13
31763 Hameln

Kontakt

Tel.: 05151 7960
Fax-Nummer: 05151 796166
Webseite:amtsgericht-hameln.niedersachsen.de

Amtsgericht Hameln - zusätzliche Aufgaben

Neben Nachlassangelegenheiten, fallen verschiedene weitere Tätigkeiten in den Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Hameln. So ist das Gericht unter anderem verantwortlich für den elektronischen Rechtsverkehr in den Bereichen:

  • Familiensachen
  • Zivilverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit

Fragen und Antworten zum Nachlassgericht Hameln

Laut § 344 Abs. 7 FamFG werden die erforderlichen beglaubigten Dokumente auch von der Nachlassabteilung des Amtsgericht der ausschlagenden Person an das zuständige Amtsgericht des Erblassers weitergeleitet.

Das Nachlassgericht am Wohnbezirk des Erben übermittelt die erforderlichen Unterlagen in beglaubigter Form an das Nachlassgericht, welches für den Erblasser zuständig ist. Mögliche Anreisekomplikationen können somit umgangen werden.

Das Nachlassgericht erteilt nur dann einen Erbschein, nachdem vorab ein entsprechender Antrag eines Beteiligten beim Nachlassgericht eingereicht wurde. Dieser Antrag kann von verschiedenen Personen gestellt werden: Alleinerben, Miterben, Nach- und Ersatzerben.


Einzelnachweise

dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »
buzer.de: § 23a - Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) »
Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »