Für alle gemeldeten Personen, die zum Todeszeitpunkt im jeweiligen Amtsgerichtsbezirk gewohnt haben, gilt, dass sie der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Hattingen in diesem Bereich unterstellt sind.

Möchten Personen aus dem örtlichen Einzugsgebiet des Gerichtes ihr Testament in Verwahrung geben, können sie das Nachlassgericht Hattingen aufsuchen. Am Nachlassgericht Hattingen können Angehörige darüber hinaus einen Erbschein beantragen.

Nicht zuständig in bestimmten Fällen ist die Abteilung Nachlass des Nachlassgericht Hattingen, auch wenn der Verstorbene zuletzt dort gewohnt hat. Ein Ausschlagen des Erbes beispielsweise kann auch am Nachlassgericht eingereicht und verhandelt werden, in dem Bezirk, in dem die erklärende Person lebt.

Die beglaubigten Unterlagen, die für alle Erklärungen notwendig sind, werden an das entsprechend zuständige Nachlassgericht Hattingen weitergeleitet.


Welche Verantwortungen hat das Nachlassgericht Hattingen?

Nachlassgericht Hattingen

Zu den Zuständigkeiten eines Nachlassgerichts gehören verschiedene Fälle, für die teilweise eine Gebühr entrichtet werden muss.

Zu den Aufgaben gehören:

  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Erbscheinerteilung
  • Sicherung des Nachlasses
  • Vollstreckung eines Testaments
  • Eröffnung von Verfügungen im Falle des Todes
  • Erbenermittlung

Nachlassgericht Hattingen - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Bahnhofstraße 9
45525 Hattingen

45523 Hattingen

Kontakt

Tel.-Nr.: 02324 505-0
Fax: 02324 53923
Website:ag-hattingen.nrw.de

Amtsgericht Hattingen - weitere Aufgabenbereiche

Beim elektronisch abgewickelten Rechtsverkehr ist das Amtsgericht auch für folgende Aufgaben zuständig:

  • Zivilverfahren
  • Familiensachen

Die häufigsten Fragen zum Nachlassgericht Hattingen

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass das Ausschlagen einer Erbschaft auch bei der Nachlassabteilung des für den Erbempfänger zuständigen Amtsgerichtes erklärt werden kann.

Dem Erben entstehen keine weiteren Kosten durch die Anmeldung zur Ausschlagung des Erbes am Wohnort des Erblassers. Stattdessen arbeiten die beiden Nachlassgerichte Hand in Hand und das Amtsgericht des Erben leitet alle Dokumente beglaubigt an das Amtsgericht des Verstorbenen weiter.

Das Nachlassgericht erteilt nur dann einen Erbschein, nachdem vorab ein entsprechender Antrag eines Beteiligten beim Nachlassgericht eingereicht wurde. Dieser Antrag kann von verschiedenen Personen gestellt werden: Alleinerben, Miterben, Nach- und Ersatzerben.


Einzelnachweise

dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »
dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »
buzer.de: § 2247 - Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) »
dejure.org: Gerichtsverfassungsgsetz § 23a »