Alle gemeldeten Personen werden von der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Heinsberg betreut, die vor ihrem Tod zuletzt im Bezirk des Gerichtes wohnten.

Wenn die betroffenen Personen ein handgeschriebenes Testament verwahren wollen, können sie das Nachlassgericht Heinsberg aufsuchen. Angehörige des Erblassers können hier außerdem einen Erbschein beantragen.

Angelegenheiten, die den Nachlass betreffen, werden nicht alle vom Nachlassgericht Heinsberg verwaltet. Für eine Ausschlagung der Erbschaft etwa, kann das Nachlassgericht im Bezirk der Person, die die Erklärung einreicht, zuständig sein.

Gesetzlich ist festgesetzt, dass die für eine Erbausschlagung erforderlichen Dokumente vom Nachlassgericht des Erben in beglaubigter Form an die zuständige Nachlassabteilung des für den Erblasser zuständigen Amtsgerichtes übermittelt werden.


Welche Verantwortungsbereiche hat das Nachlassgericht Heinsberg?

Nachlassgericht Heinsberg

Im Zuge einer Erbschaft fallen für die Erben Aufgaben an, für die fast ausnahmslos das Nachlassgericht Heinsberg zuständig ist. Kosten, die dabei anfallen, müssen von den Erben getragen werden.

Einige Aufgaben des Nachlassgerichts Heinsberg auf einen Blick:

  • Verwalten des Erbes
  • Ermittlung der Erben
  • Verfügungsverwahrung (im Todesfall)
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Alle Verfügungen bei einem Todesfall

Nachlassgericht Heinsberg - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Schafhausener Straße 47
52525 Heinsberg
Postfach 13 40
52517 Heinsberg

Kontakt

Tel.-Nr.: 02452 109-0
Fax: 02452 109-299
Webseite: ag-heinsberg.nrw.de

Amtsgericht Heinsberg - weitere Aufgabenfelder im Überblick

Im Amtsgericht Heinsberg werden nicht nur Nachlassangelegenheiten bei Todesfällen verwaltet und entschieden. Auch der elektronische Rechtsverkehr in den folgenden Bereichen obliegt dem Gericht:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Zivilverfahren
  • Grundbuchverfahren

Die häufigsten Fragen zum Nachlassgericht Heinsberg

Angelegenheiten des Nachlasses, die das Ausschlagen des Erbes betreffen, können (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Nachlassgericht im Bezirk des gewöhnlichen Aufenthalts der erklärenden Person vorgenommen werden.

Dem Erben entstehen keine weiteren Kosten durch die Anmeldung zur Ausschlagung des Erbes am Wohnort des Erblassers. Stattdessen arbeiten die beiden Nachlassgerichte Hand in Hand und das Amtsgericht des Erben leitet alle Dokumente beglaubigt an das Amtsgericht des Verstorbenen weiter.

Sollte das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht gefunden werden können, ist das Gericht in Berlin Schöneberg zuständig.

Nur wenn ein gültiger Erbscheinantrag eingereicht wurde, kann ein Erbschein vom Nachlassgereicht ausgehändigt werden. Den Antrag können die Alleinerben aber auch mögliche Miterben, Nacherben, Ersatzerben oder auch der Vollstrecker des Testaments stellen.


Einzelnachweise

buzer.de: § 23a - Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) »
Gesetze im Internet: BGB § 2247 Eigenhändiges Testament »
dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »