Für alle Personen, die zum Zeitpunkt ihres Todes im Bezirk des Amtsgerichtes Husum wohnhaft waren, gilt, dass Sie von der Nachlassabteilung des Amtsgericht Husum betreut werden.

Möchten Personen aus dem örtlichen Bezirk des Gerichtes ihr Testament in Verwahrung geben, liegt die Zuständigkeit bei diesem Nachlassgericht Husum. Am Nachlassgericht Husum können Angehörige darüber hinaus einen Erbschein beantragen.

Nicht zuständig in bestimmten Fällen ist die Abteilung Nachlass des Nachlassgericht Husum, auch wenn der Erblasser zuletzt dort wohnhaft gewesen ist. Für die Ausschlagung der Erbschaft zum Beispiel, kann das Nachlassgericht am Wohnort der Person, die die Erklärung einreicht, aufgesucht werden.

Gesetzlich ist festgesetzt, dass die für eine Erbausschlagung erforderlichen Dokumente vom Nachlassgericht des Erben in beglaubigter Form an die zuständige Nachlassabteilung des für den Erblasser zuständigen Amtsgerichtes übermittelt werden.


Welche Verantwortungen hat das Nachlassgericht Husum?

Nachlassgericht Husum

Eine Vielzahl von Aufgaben werden vom jeweiligen Nachlassgericht übernommen, davon sind einige mit Gebühren verknüpft.

Einige Aufgaben des Nachlassgerichts Husum als Amtsgericht Husum auf einen Blick:

  • Ermittlung der Erben
  • Nachlasssicherung
  • Nachlassverwaltung
  • Vollstreckung eines Testaments
  • Eröffnung von Verfügungen im Falle des Todes
  • Verfügungen im Todesfall

Nachlassgericht Husum - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Theodor-Storm-Straße 5
25813 Husum
Postfach 11 10
25801 Husum

Kontakt

Telefon-Nr.: 04841 693-0
Fax-Nr.: 04841 693-100
Homepage: ag-husum.schleswig-holstein.de

Welche Aufgaben hat das Amtsgericht Husum außerdem?

Nicht nur für den Nachlass ist das Amtsgericht zuständig, sondern auch für Rechtsverkehr, der elektronisch abgewickelt wird:

  • Zivilverfahren
  • Strafverfahren
  • Familiensachen
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit

Nachlassgericht Husum - häufige Fragen

Angelegenheiten des Nachlasses, die das Ausschlagen des Erbes betreffen, können (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Amtsgericht beziehungsweise Nachlassgericht der das Erbe ausschlagenden Person eingereicht werden.

Dem Erben entstehen keine weiteren Kosten durch die Anmeldung zur Ausschlagung des Erbes am Wohnort des Erblassers. Stattdessen arbeiten die beiden Nachlassgerichte Hand in Hand und das Amtsgericht des Erben leitet alle Dokumente beglaubigt an das Amtsgericht des Verstorbenen weiter.

Das Nachlassgericht Berlin Schöneberg gilt immer dann als zuständig, wenn das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden konnte.

Ein Erbschein wird vom Nachlassgericht nur dann erteilt, wenn ein entsprechender Antrag eingereicht wurde. Dieser Antrag kann von verschiedenen Personen gestellt werden: Alleinerben, Miterben, Nach- und Ersatzerben.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »
buzer.de: § 344 - Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) »
Gesetze im Internet: GVG § 23a »
Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »
Gesetze im Internet: BGB § 2247 Eigenhändiges Testament »