Für alle gemeldeten Personen, die zum Todeszeitpunkt im jeweiligen Amtsgerichtsbezirk gewohnt haben, ist die Nachlassabteilung des Gerichts zuständig.

Wenn die betroffenen Personen ein handgeschriebenes Testament verwahren wollen, können sie sich an das Nachlassgericht Ibbenbüren wenden. Angehörige des Erblassers können hier die Ausstellung eines Erbscheins beantragen.

Angelegenheiten, die den Nachlass betreffen, werden nicht alle vom Nachlassgericht Ibbenbüren verwaltet. Die Erbausschlagung kann in manchen Fällen auch an dem Nachlassgericht durchgeführt werden, in dessen Bezirk die erklärende Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Die notwendigen Unterlagen werden von dort von einem Sachbearbeiter in öffentlich beglaubigter Form an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Welche Zuständigkeiten hat das Nachlassgericht Ibbenbüren?

Nachlassgericht Ibbenbüren

Der Nachlassabteilung eines Amtsgerichts obliegen viele Aufgaben, die in der Regel mit einer gewissen Gebühr verbunden sind

Folgende Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht als Amtsgericht Ibbenbüren:

  • Verwahren von Verfügungen im Todesfall
  • Nachlassverwaltung
  • Testamentsvollstreckerzeugnisse
  • Verfügungseröffnung im Todesfall
  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören
  • Ermitteln der Erben
  • Testamentsvollstreckung
  • Erteilung von Erbscheinen

Nachlassgericht Ibbenbüren - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Münsterstraße 35
49477 Ibbenbüren
Postfach 11 62
49461 Ibbenbüren

Kontakt

Telefon-Nr.: 05451 926-0
Fax: 05451 926-100
Homepage: ag-ibbenbueren.nrw.de

Amtsgericht Ibbenbüren - weitere Aufgabenfelder im Überblick

Das Amtsgericht verfügt nicht nur über eine Nachlassabteilung, es betreut auch andere Bereiche, in denen Rechtsverkehr stattfindet:

  • Zivilverfahren
  • Familiensachen

Nachlassgericht Ibbenbüren - häufige Fragen

Wenn das Erbe ausgeschlagen werden soll, kann das (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Amtsgericht beziehungsweise Nachlassgericht der das Erbe ausschlagenden Person eingereicht werden.

Dem Erben entstehen keine weiteren Kosten durch die Anmeldung zur Ausschlagung des Erbes am Wohnort des Erblassers. Stattdessen arbeiten die beiden Nachlassgerichte Hand in Hand und das Amtsgericht des Erben leitet alle Dokumente beglaubigt an das Amtsgericht des Verstorbenen weiter.

In diesem Falle wird immer das Amtsgericht in Berlin Schöneberg für die Verwaltung des Falls zuständig.

Nur nach Einreichen eines entsprechenden Antrags auf einen Erbschein, kann das Nachlassgericht diesem nachkommen. Der Antrag kann von verschiedenen Beteiligten im Nachlassverfahren gestellt werden. So zum Beispiel von den Alleinerben, Miterben, Nacherben oder Ersatzerben. Auch ein Testamentsvollstrecker ist dazu berechtigt, einen Erbscheinantrag vorzubringen.


Einzelnachweise

dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »
Gesetze im Internet: FamFG § 344 Besondere örtliche Zuständigkeit »
Gesetze im Internet: BGB § 2247 Eigenhändiges Testament »