Die Abteilung Nachlass des Amtsgerichtes Kaiserslautern ist für alle Bürger zuständig, die beim Zeitpunkt des Todes im zuständigen Gerichtsbezirks lebten.

Das Nachlassgericht Kaiserslautern nimmt Nachlassschreiben von Personen in Verwahrung. Am Nachlassgericht Kaiserslautern können die Erben darüber hinaus die Ausstellung eines Erbscheins anfragen.

Nicht zuständig in bestimmten Fällen ist die Abteilung Nachlass des Nachlassgericht Kaiserslautern, auch wenn der Erblasser dort im Bezirk zuletzt gemeldet gewesen ist. Für die Ausschlagung der Erbschaft etwa, kann das Nachlassgericht am Wohnort der entsprechenden Person, die die Erklärung einreicht, aufgesucht werden.

Das für den Erben örtlich zuständige Nachlassgericht ist dazu angehalten, die benötigten, beglaubigten Dokumente an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weiterzugeben


Nachlassgericht Kaiserslautern - die Aufgaben in der Übersicht

Nachlassgericht Kaiserslautern

Der Nachlassabteilung eines Amtsgerichts obliegen viele Aufgaben, die in der Regel mit einer gewissen Gebühr verbunden sind

Einige Aufgaben des Nachlassgerichts Kaiserslautern als Amtsgericht Kaiserslautern auf einen Blick:

  • Eröffnung von Verfügungen im Falle des Todes
  • Erteilen von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Erbscheinausstellung
  • Verfügungsverwahrung (im Todesfall)
  • Ermitteln der Erben
  • Vollstreckung des Testaments
  • Nachlassverwaltung
  • Nachlasssicherung

Nachlassgericht Kaiserslautern - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Bahnhofstraße 24
67655 Kaiserslautern
Postfach 35 20
67623 Kaiserslautern

Kontakt

Tel.-Nr.: 0631 3721-0
Fax-Nr.: 0631 3721-404
Webseite:agkl.justiz.rlp.de

Amtsgericht Kaiserslautern - zusätzliche Aufgaben

Nicht nur für den Nachlass ist das Amtsgericht zuständig, sondern auch für Rechtsverkehr, der elektronisch abgewickelt wird:

  • Strafverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Grundbuchverfahren
  • Zivilverfahren

Die häufigsten Fragen zum Nachlassgericht Kaiserslautern

Laut § 344 Abs. 7 FamFG muss der Erbe, der das Erbe ausschlagen möchte, nicht einen gesonderten Antrag beim Amtsgericht des Erblassers stellen, sondern kann dies beim Nachlassgericht seines Bezirks durchführen.

Die Nachlassabteilung des Amtsgerichts im Bezirk des Erben kümmert sich um die Beglaubigung und Weiterleitung der erforderlichen Dokumente. Der Erbe muss somit nicht persönlich beim Amtsgericht des Erblassers erscheinen.

Ein Erbschein wird nur dann erforderlich und auch ausgestellt, wenn auch ein Antrag darauf gestellt wurde. Dieser Antrag auf einen Erbschein kann von folgenden Personen gestellt werden: Testamentsvollstrecker, alleinige Erben, Miterben, Nacherben und Ersatzerben.


Einzelnachweise

dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »
dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »
Gesetze im Internet: BGB § 2247 Eigenhändiges Testament »