Personen, die ihren Wohnsitz im Zeitpunkt ihres Todes im Bereich des Amtsgerichts Kirchhain hatten, sind der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Kirchhain zugeteilt.

Diese Personen können ihr privatschriftliches Nachlassschreiben beim Nachlassgericht Kirchhain in Verwahrung geben. Am Nachlassgericht Kirchhain können die Erben darüber hinaus einen Erbschein beantragen.

Nicht für alle Angelegenheiten den Nachlass betreffend ist das Nachlassgericht Kirchhain (ID: M1807) zuständig. Soll eine Ausschlagung des Erbes erfolgen, kann die Person diesen Erbausschlag im Bezirk des Wohnorts einreichen und durchführen lassen.

Die beglaubigten Unterlagen, die für alle Erklärungen notwendig sind, werden an das entsprechend zuständige Nachlassgericht Kirchhain weitergeleitet.


Welche Verantwortungsbereiche hat das Nachlassgericht Kirchhain?

Nachlassgericht Kirchhain

Für fast alle Aufgaben, die im Zuge einer Erbschaft für die Erben bzw. den Erblasser anfallen, ist das Nachlassgericht Kirchhain zuständig. Die Erben tragen in der Regel auch die dafür anfallenden Kosten.

Zu den Aufgaben zählen:

  • Verfügungseröffnung im Todesfall
  • Testamentsvollstreckerzeugnisse
  • Verfügungen, die bis zum Todesfall verwahrt werden
  • Testamentsvollstreckung
  • Ermitteln der Erben
  • Nachlasssicherung
  • Verwalten des Nachlasses
  • Erbscheinausstellung

Nachlassgericht Kirchhain - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Niederrheinische Straße 32
35274 Kirchhain
Niederrheinische Straße 32
35274 Kirchhain

Kontakt

Tel.-Nr.: 06422 9307-0
Fax-Nr.: 06422 9307-77
Homepage:ag-kirchhain.justiz.hessen.de

Amtsgericht Kirchhain - weitere Aufgabenbereiche

Im Amtsgericht Kirchhain werden nicht nur Fälle, die den Nachlass betreffen, verwaltet.In folgenden Bereichen ist das Gericht für den elektronischen Rechtsverkehr zuständig:

  • Strafverfahren
  • Familiensachen
  • Zivilverfahren

Häufig gestellte Fragen zum Nachlassgericht Kirchhain

Soll das Erbe ausgeschlagen werden, kann das (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Nachlassgericht im Bezirk des gewöhnlichen Aufenthalts der erklärenden Person vorgenommen werden.

Vom Nachlassgericht des Erben werden die Dokumente beglaubigt weitergeleitet, so dass der Erbe es wesentlich einfacher hat, das Ausschlagen des Erbes durchzuführen.

Das Nachlassgericht erteilt nur dann einen Erbschein, wenn vorab ein entsprechender gültiger Antrag eingereicht wurde. Wer diesen Antrag stellen kann, ist vom individuellen Erbfall abhängig. Es können nämlich Miterben, Alleinerben, Ersatzerben oder auch der Vollstrecker des Testaments den Erbschein beantragen.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: BGB § 2247 Eigenhändiges Testament »
dejure.org: Gerichtsverfassungsgsetz § 23a »
buzer.de: § 344 - Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) »
dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »