Personen, die vor ihrem Tod im Bezirk des Amtsgerichts Kirchheim unter Teck wohnten, betreut die Abteilung Nachlass des Amtsgerichts Kirchheim unter Teck in Baden Württemberg.

Diese Personen können ihr privatschriftliches Testament beim Nachlassgericht Kirchheim unter Teck in Verwahrung geben. Angehörige des Erblassers können hier die Ausstellung eines Erbscheins beantragen.

Nicht für alle Nachlassangelegenheiten ist das Nachlassgericht Kirchheim unter Teck zuständig. Ein Ausschlagen des Erbes beispielsweise kann auch am Nachlassgericht eingereicht und verhandelt werden, in dem Bezirk, in dem die erklärende Person lebt.

Das für den Erben örtlich zuständige Nachlassgericht ist dazu angehalten, die benötigten, beglaubigten Dokumente an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weiterzugeben


Nachlassgericht Kirchheim unter Teck - die Aufgaben im Überblick

Nachlassgericht Kirchheim unter Teck

Zu den Zuständigkeiten eines Nachlassgerichts gehören verschiedene Fälle, für die teilweise eine Gebühr entrichtet werden muss.

Folgende Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht als Amtsgericht Kirchheim unter Teck:

  • Alle Verfügungen bei einem Todesfall
  • Ermittlung der Erben
  • Vollstreckung des Testaments
  • Erteilen von Erbscheinen
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Nachlassverwaltung
  • Verwahren von Verfügungen im Todesfall

Nachlassgericht Kirchheim unter Teck - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Alleenstraße 86
73230 Kirchheim unter Teck
Postfach 11 52
73219 Kirchheim unter Teck

Kontakt

Tel.-Nr.: 07021 97480
Fax: 07021 974835
Internetseite:amtsgericht-kirchheim.de

Amtsgericht Kirchheim unter Teck - zusätzliche Aufgaben

Nicht nur für den Nachlass ist das Amtsgericht zuständig, sondern auch für Rechtsverkehr, der elektronisch abgewickelt wird:

  • Strafverfahren
  • Zivilverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit

Fragen und Antworten zum Nachlassgericht Kirchheim unter Teck

Angelegenheiten des Nachlasses, die das Ausschlagen des Erbes betreffen, können (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Wohnort der erklärenden Person in dem dafür zuständigen Nachlassgericht durchgeführt werden.

Die notwendigen Unterlagen werden vom Nachlassgericht, an dem die Erbausschlagung erklärt wurde, an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weitergeleitet. Für den Erben entstehen demnach keine anreisebedingte Kosten.

Kann das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden, ist das Nachlassgericht Berlin Schöneberg der zuständig.

Ein Erbschein wird nur dann vom Amtsgericht ausgestellt, nachdem vorab ein entsprechender Antrag eines Beteiligten beim Nachlassgericht eingereicht wurde. Dieser Antrag kann von verschiedenen Personen gestellt werden: Alleinerben, Miterben, Nach- und Ersatzerben.


Einzelnachweise

buzer.de: § 344 - Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) »
buzer.de: § 23a - Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) »
buzer.de: § 2247 - Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) »
buzer.de: § 343 - Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) »
dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »