Für alle gemeldeten Personen, die zum Todeszeitpunkt im jeweiligen Bezirk des Amtsgerichts gewohnt haben, ist die Nachlassabteilung des Gerichts zuständig.

Wenn die betroffenen Personen ein handgeschriebenes Testament verwahren wollen, liegt die Zuständigkeit bei diesem Nachlassgericht Kitzingen. Erben können am Nachlassgericht Kitzingen zudem einen Antrag zur Ausfertigung eines Erbscheins einreichen.

Angelegenheiten, die den Nachlass betreffen, werden nicht alle vom Amtsgericht Kitzingen verwaltet. Soll ein Erbausschlag eingereicht werden, kann die Person diesen Erbausschlag im Bezirk des Wohnorts einreichen und durchführen lassen.

Gesetzlich ist festgesetzt, dass die für eine Erbausschlagung erforderlichen Dokumente vom Nachlassgericht des Erben in beglaubigter Form an die zuständige Nachlassabteilung des für den Erblasser zuständigen Amtsgerichtes übermittelt werden.


Welche Verantwortungen hat das Nachlassgericht Kitzingen?

Nachlassgericht Kitzingen

Zum großen Teil sind die verschiedenen Aufgaben des Nachlassgerichts Kitzingen gebührenpflichtig.

Einige Aufgaben des Nachlassgerichts Kitzingen auf einen Blick:

  • Alle Verfügungen bei einem Todesfall
  • Erteilen von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Nachlassverwaltung
  • Ermitteln der Erben
  • Sicherung des Erbes
  • Verfügungen im Todesfall

Nachlassgericht Kitzingen - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Friedenstraße 3 a
97318 Kitzingen
Postfach 6 40
97308 Kitzingen

Kontakt

Tel.: 09321 7006-0
Fax-Nummer: 09321 7006-174
Homepage:justiz.bayern.de/gericht/ag/kt

Amtsgericht Kitzingen - weitere Aufgabenfelder im Überblick

Im Amtsgericht Kitzingen werden nicht nur Nachlassangelegenheiten bei Todesfällen verwaltet und entschieden. Folgende Verfahren werden rechtlichen ebenfalls vom Amtsgericht verwaltet:

  • Familiensachen
  • Grundbuchverfahren
  • Strafverfahren

Fragen und Antworten zum Nachlassgericht Kitzingen

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass das Ausschlagen einer Erbschaft auch bei der Nachlassabteilung des für den Erbempfänger zuständigen Amtsgerichtes erklärt werden kann.

Das Nachlassgericht am Wohnbezirk des Erben übermittelt die erforderlichen Unterlagen in beglaubigter Form an das Nachlassgericht, welches für den Erblasser zuständig ist. Mögliche Anreisekomplikationen können somit umgangen werden.

Sollte das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht gefunden werden können, ist das Gericht in Berlin Schöneberg zuständig.

Sollte man einen Erbschein benötigen, wenn ein entsprechender Antrag eingereicht wurde. Dieser Antrag kann vom Alleinerben, von möglichen Miterben, Nach- oder Ersatzerben sowie vom Testamentsvollstrecker gestellt werden.


Einzelnachweise

dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »
Gesetze im Internet: FamFG § 344 Besondere örtliche Zuständigkeit »
buzer.de: § 23a - Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) »
Gesetze im Internet: BGB § 2247 Eigenhändiges Testament »
dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »