Personen, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Zeitpunkt ihres Todes im Bereich des Amtsgerichts Lennestadt hatten, betreut die Abteilung Nachlass des Amtsgerichts Lennestadt (ID: R2904).

Möchten Personen aus dem örtlichen Einzugsgebiet des Gerichtes ihr Testament in Verwahrung geben, können sie sich an das Nachlassgericht Lennestadt wenden. Angehörige des Erblassers können hier außerdem einen Erbschein beantragen.

Die Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Lennestadt ist in bestimmten Fällen nicht zuständig. So kann die Erbausschlagung zum Beispiel auch am Nachlassgericht vorgenommen werden, in dem Bezirk, in dem die erklärende Person lebt.

Die Übermittlung der für eine Erbausschlagung erforderlichen beglaubigten Dokumente ist gesetzlich geregelt und wird vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers vorgenommen.


Welche Zuständigkeiten hat das Nachlassgericht Lennestadt?

Nachlassgericht Lennestadt

Der Nachlassabteilung eines Amtsgerichts obliegen viele Aufgaben, die in der Regel mit einer gewissen Gebühr verbunden sind

Fälle, die im Nachlassgericht Lennestadt behandelt werden, sind zum Beispiel:

  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören
  • Erbenermittlung
  • Verwalten des Nachlasses
  • Erbscheinerteilung
  • Vollstreckung des Testaments
  • Verfügungen, die bis zum Todesfall verwahrt werden

Nachlassgericht Lennestadt - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Kölner Straße 104
57368 Lennestadt
Postfach 30 60
57347 Lennestadt

Kontakt

Tel.: 02721 9242-0
Fax: 02721 9242-30
Homepage: ag-lennestadt.nrw.de

Weitere Aufgaben des Amtsgerichts Lennestadt

Verschiedene weitere Tätigkeiten - neben Nachlassangelegenheiten - fallen in die Zuständigkeit des Amtsgerichts Lennestadt Der elektronische Rechtsverkehr wird noch für folgende andere Bereiche durch das Amtsgericht abgedeckt:

  • Grundbuchverfahren
  • Zivilverfahren
  • Familiensachen
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit

Die häufigsten Fragen zum Nachlassgericht Lennestadt

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass die nötigen Dokumente auch vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet werden können. Das persönliche Erscheinen ist also nicht notwendig.

Alle erforderlichen Unterlagen werden vom Amtsgericht beglaubigt und an das Nachlassgericht des Erblassers übermittelt. Es muss dann keine umständliche Anreise durch den Erben erfolgen.

In diesem Fall ist das Nachlassgericht Berlin Schöneberg zuständig.

Eine Ausfertigung dieses Erbscheins wird nur dann vom zuständigen Amtsgericht durchgeführt, nachdem vorab ein entsprechender Antrag eines Beteiligten beim Nachlassgericht eingereicht wurde. Dieser Antrag auf einen Erbschein kann von folgenden Personen gestellt werden: Testamentsvollstrecker, alleinige Erben, Miterben, Nacherben und Ersatzerben.


Einzelnachweise

dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »
Gesetze im Internet: GVG § 23a »
Gesetze im Internet: BGB § 2247 Eigenhändiges Testament »
dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »