Alle gemeldeten Personen werden von der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Marburg betreut, die zum Todeszeitpunkt im Bezirk des Gerichts wohnhaft waren.

Möchten Personen aus dem örtlichen Zuständigkeitsbereich des Gerichtes ihr Testament in Verwahrung geben, können sie das Nachlassgericht Marburg aufsuchen. Zum Nachlass Berechtigte können am Nachlassgericht Marburg außerdem einen Antrag zur Ausfertigung eines Erbscheins einreichen.

Nicht für alle Nachlassangelegenheiten ist das Nachlassgericht Marburg zuständig. So kann die Erbausschlagung zum Beispiel auch am Nachlassgericht vorgenommen werden, in dem Bezirk, in dem die betroffene Person gemeldet ist.

Die Übermittlung der für eine Erbausschlagung erforderlichen beglaubigten Dokumente ist gesetzlich geregelt und wird vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers vorgenommen.


Nachlassgericht Marburg - alle Aufgabenbereiche

Nachlassgericht Marburg

Das Nachlassgericht übernimmt Aufgaben verschiedener Art, die oft mit Gebühren verbunden sind.

Folgende Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht als Amtsgericht Marburg:

  • Verfügungen im Todesfall
  • Verwalten des Nachlasses
  • Sichern des Nachlasses
  • Ermittlung der Erben
  • Vollstreckung eines Testaments
  • Ausstellung von Erbscheinen

Nachlassgericht Marburg - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Universitätsstraße 48
35037 Marburg
Postfach 6 70
35018 Marburg

Kontakt

Telefon-Nr.: 06421 290-0
Fax: 06421 290-393
Website: ag-marburg.justiz.hessen.de

Amtsgericht Marburg - zusätzliche Aufgaben

Verschiedene weitere Tätigkeiten - neben Nachlassangelegenheiten - fallen in die Zuständigkeit des Amtsgerichts Marburg. Unter anderem verantwortlich ist das Amtsgericht im elektronischen Rechtsverkehr für:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Familiensachen
  • Zivilverfahren
  • Strafverfahren

Die häufigsten Fragen zum Nachlassgericht Marburg

Nachlassangelegenheiten, die die Erbausschlagung betreffen, können (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Nachlassgericht im Bezirk des gewöhnlichen Aufenthalts der erklärenden Person vorgenommen werden.

Die beglaubigten Dokumente werden an das zuständige Nachlassgericht weitergeleitet, sodass eine gegebenfalls zeit- und kostenintensive Anreise in der Regel nicht erforderlich ist.

In diesem Falle wird immer das Amtsgericht in Berlin Schöneberg für die Verwaltung des Falls zuständig.

Ein Erbschein wird nur dann vom Amtsgericht ausgestellt, wenn vorab ein entsprechender gültiger Antrag eingereicht wurde. Je nach Erbfall ist es unterschiedlich, wer den Antrag auf einen Erbschein stellen kann. So können sowohl Alleinerben als auch Miterben, Nacherben, Ersatzerben oder der Testamentsvollstrecker für die Beantragung der Erbscheinerteilung in Frage kommen.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: BGB § 2247 Eigenhändiges Testament »
dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »
dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »
buzer.de: § 23a - Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) »