Alle gemeldeten Personen werden von der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Mayen betreut, die zum Todeszeitpunkt im Gerichtsbezirk wohnhaft waren.

Möchten Personen aus dem örtlichen Einzugsgebiet des Gerichtes ihr Testament in Verwahrung geben, liegt die Zuständigkeit bei diesem Amtsgericht Mayen. Am Nachlassgericht Mayen können Angehörige darüber hinaus einen Erbschein beantragen.

Nicht alle Angelegenheiten, die den Nachlass betreffen, betreut das Nachlassgericht Mayen. Ein Ausschlagen des Erbes beispielsweise kann auch am Nachlassgericht eingereicht und verhandelt werden, in dessen Bezirk die erklärende Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Unterlagen, die dafür notwendig sind, werden dann von dort an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet, nachdem sie beglaubigt wurden


Welche Funktionen übernimmt das Nachlassgericht Mayen?

Nachlassgericht Mayen

Der Nachlassabteilung eines Amtsgerichts obliegen viele Aufgaben, die in der Regel mit einer gewissen Gebühr verbunden sind

Zu den Aufgaben gehören:

  • Vollstreckung des Testaments
  • Ermitteln der Erben
  • Erteilen von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Ausstellung von Erbscheinen
  • Eröffnen von Verfügungen
  • Verfügungen, die bis zum Todesfall verwahrt werden
  • Sichern des Erbes
  • Nachlassverwaltung

Nachlassgericht Mayen - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Sankt-Veit-Straße 38
56727 Mayen

56724 Mayen

Kontakt

Telefon-Nr.: 02651 403-0
Fax-Nummer: 02651 403-190
Website:agmy.justiz.rlp.de

Welche Aufgaben hat das Amtsgericht Mayen außerdem?

Auch andere Aufgabengebiete werden von dem zuständigen Amtsgericht Mayen verwaltet und betreut Der elektronische Rechtsverkehr wird noch für folgende andere Bereiche durch das Amtsgericht abgedeckt:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Familiensachen
  • Grundbuchverfahren
  • Zivilverfahren

Nachlassgericht Mayen - häufige Fragen

Laut § 344 Abs. 7 FamFG werden die erforderlichen beglaubigten Dokumente auch von der Nachlassabteilung des Amtsgericht der ausschlagenden Person an das zuständige Amtsgericht des Erblassers weitergeleitet.

Vom Nachlassgericht des Erben werden die Dokumente beglaubigt weitergeleitet, so dass der Erbe es wesentlich einfacher hat, das Ausschlagen des Erbes durchzuführen.

Sollte das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht gefunden werden können, ist das Gericht in Berlin Schöneberg zuständig.

Nur nach Einreichen eines entsprechenden Antrags auf einen Erbschein, kann ein Erbschein vom Amtsgericht ausgestellt werden. Der Antrag kann von verschiedenen Beteiligten im Nachlassverfahren gestellt werden. So zum Beispiel von den Alleinerben, Miterben, Nacherben oder Ersatzerben. Die Berechtigung für solche einen Antrag auf einen Erbschein kann auch vom Vollstrecker des Testaments erfolgen.


Einzelnachweise

buzer.de: § 343 - Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) »
buzer.de: § 23a - Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) »
dejure.org: § 2247 BGB Eigenhändiges Testament »