Für alle Personen, die zum Zeitpunkt ihres Todes im Bezirk des Amtsgerichtes Mosbach wohnhaft waren, gilt, dass sie der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Mosbach in diesem Gebiet unterstellt sind.

Das Nachlassgericht Mosbach nimmt Testamente von Personen in Verwahrung. Zum Nachlass Berechtigte können am Nachlassgericht Mosbach zudem einen Antrag zur Erstellung eines Erbscheins einreichen.

In wenigen besonderen Einzelfällen liegt die jeweilige Zuständigkeit nicht beim Amtsgericht Mosbach. Für die Ausschlagung der Erbschaft zum Beispiel, kann das Nachlassgericht am Aufenthaltsort der Person, die die Erklärung einreicht, zuständig sein.

Unterlagen, die dafür notwendig sind, werden dann von dort an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet, nachdem sie beglaubigt wurden


Nachlassgericht Mosbach - alle Aufgabenbereiche

Nachlassgericht Mosbach

Eine Vielzahl von Aufgaben werden vom jeweiligen Nachlassgericht übernommen, davon sind einige mit Gebühren verknüpft.

Folgende Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht als Amtsgericht Mosbach:

  • Verfügungsverwahrung (im Todesfall)
  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören
  • Eröffnung von Verfügungen im Falle des Todes
  • Ermitteln der Erben
  • Verwaltung des Nachlasses
  • Erbscheinerteilung

Nachlassgericht Mosbach - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Hauptstraße 110
74821 Mosbach

74819 Mosbach

Kontakt

Tel.-Nr.: 06261 87-0
Fax: 06261 87-460
Website:amtsgericht-mosbach.de

Weitere Aufgaben des Amtsgerichts Mosbach

Verschiedene weitere Tätigkeiten - neben Nachlassangelegenheiten - fallen in die Zuständigkeit des Amtsgerichts Mosbach Der elektronische Rechtsverkehr wird noch für folgende andere Verfahren durch das Amtsgericht abgedeckt:

  • Familiensachen
  • Strafverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Zivilverfahren

Die häufigsten Fragen zum Nachlassgericht Mosbach

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass das Ausschlagen einer Erbschaft auch bei der Nachlassabteilung des für den Erbempfänger zuständigen Amtsgerichtes erklärt werden kann.

Das Nachlassgericht am Wohnbezirk des Erben übermittelt die erforderlichen Unterlagen in beglaubigter Form an das Nachlassgericht, welches für den Erblasser zuständig ist. Mögliche Anreisekomplikationen können somit umgangen werden.

Kann das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden, ist das Nachlassgericht Berlin Schöneberg der zuständig.

Ein Erbschein wird vom Nachlassgericht nur dann erteilt, wenn ein entsprechender Antrag eingereicht wurde. Der Antrag kann von verschiedenen Beteiligten im Nachlassverfahren gestellt werden. So zum Beispiel von den Alleinerben, Miterben, Nacherben oder Ersatzerben. Die Berechtigung für solche einen Antrag auf einen Erbschein kann auch vom Vollstrecker des Testaments erfolgen.


Einzelnachweise

dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »
dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »