Für alle Personen, die zum Zeitpunkt ihres Todes im Bezirk des Amtsgerichtes Mühlhausen wohnhaft waren, gilt, dass Sie von der Nachlassabteilung des Amtsgericht Mühlhausen betreut werden.

Möchten Personen aus dem örtlichen Bezirk des Gerichtes ihr Testament in Verwahrung geben, können sie das Nachlassgericht Mühlhausen aufsuchen. Am Nachlassgericht Mühlhausen können die Erben darüber hinaus einen Erbschein beantragen.

Nicht alle Angelegenheiten, die den Nachlass betreffen, betreut das Nachlassgericht Mühlhausen. Soll ein Erbe ausgeschlagen werden, kann diese Erklärung auch durch die am Wohnort ansässigen Behörden betreut werden.

Die für eine Erbausschlagung erforderlichen Dokumente werden nach Prüfung und Beglaubigung vom Nachlassgericht des Erben regulär an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Welche Verantwortungen hat das Nachlassgericht Mühlhausen?

Nachlassgericht Mühlhausen

Für fast alle Aufgaben, die im Zuge einer Erbschaft für die Erben bzw. den Erblasser anfallen, ist das Nachlassgericht Mühlhausen zuständig. Die Erben tragen in der Regel auch die dafür anfallenden Kosten.

Zu den Aufgaben zählen:

  • Ermitteln der Erben
  • Testamentsvollstreckung
  • Verwalten des Nachlasses
  • Erteilen von Erbscheinen
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Verfügungsverwahrung (im Todesfall)
  • Verfügungseröffnung im Todesfall
  • Nachlasssicherung

Nachlassgericht Mühlhausen - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Untermarkt 17
99974 Mühlhausen/Thüringen
Postfach 11 45
99961 Mühlhausen/Thüringen

Kontakt

Tel.: 03601 4994-0
Fax-Nr.: 03601 4994-444
Homepage:thueringen.de/th4/olg

Weitere Aufgaben des Amtsgerichts Mühlhausen

Neben Nachlassangelegenheiten, fallen verschiedene weitere Tätigkeiten in den Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Mühlhausen. Der elektronische Rechtsverkehr wird noch für folgende andere Verfahren durch das Amtsgericht abgedeckt:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Familiensachen

Nachlassgericht Mühlhausen - Fragen und Antworten

Soll das Erbe ausgeschlagen werden, kann das (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Amtsgericht beziehungsweise Nachlassgericht der das Erbe ausschlagenden Person eingereicht werden.

Die beglaubigten Dokumente werden an das zuständige Nachlassgericht weitergeleitet, sodass eine gegebenfalls zeit- und kostenintensive Anreise in der Regel nicht erforderlich ist.

Das Amtsgericht in Berlin Schöneberg wird dann verantwortlich, wenn das örtliche Amtsgericht nicht gefunden werden kann.

Ein Erbschein wird nur dann erforderlich und auch ausgestellt, wenn ein entsprechender Antrag eingereicht wurde. Dieser Antrag auf einen Erbschein kann von folgenden Personen gestellt werden: Testamentsvollstrecker, alleinige Erben, Miterben, Nacherben und Ersatzerben.


Einzelnachweise

buzer.de: § 2247 - Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) »
Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »
buzer.de: § 23a - Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) »