Personen, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Zeitpunkt ihres Todes im Bezirk des Amtsgerichts Neuruppin hatten, werden von der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Neuruppin verwaltet.

Wenn die betroffenen Personen ein handgeschriebenes Testament verwahren wollen, können sie das Nachlassgericht Neuruppin aufsuchen. Die Angehörigen des Verstorbenen können hier die Ausstellung eines Erbscheins beantragen.

Nicht alle Angelegenheiten, die den Nachlass betreffen, betreut das Nachlassgericht Neuruppin. Soll eine Ausschlagung des Erbes erfolgen, kann die Person diesen Erbausschlag im Bezirk des Wohnorts einreichen und durchführen lassen.

Das für den Erben örtlich zuständige Nachlassgericht ist dazu angehalten, die benötigten, beglaubigten Dokumente an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weiterzugeben


Nachlassgericht Neuruppin - alle Aufgabenbereiche

Nachlassgericht Neuruppin

Für fast alle Aufgaben, die im Zuge einer Erbschaft für die Erben bzw. den Erblasser anfallen, ist das Nachlassgericht Neuruppin zuständig. Kosten, die dabei anfallen, müssen von den Erben getragen werden.

Folgende Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht Neuruppin:

  • Vollstreckung des Testaments
  • Erteilen von Erbscheinen
  • Testamentsvollstreckerzeugnisse
  • Sichern des Nachlasses
  • Verwaltung des Nachlasses
  • Verfügungen im Todesfall
  • Ermitteln der Erben
  • Eröffnen von Verfügungen

Nachlassgericht Neuruppin - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Karl-Marx-Straße 18 a
16816 Neuruppin
Postfach 13 52
16802 Neuruppin

Kontakt

Tel.: 03391 3950
Fax: 03391 2832 (Rechts.), 03391 395402 (Verw.)
Webseite:ag-neuruppin.brandenburg.de

Zusätzliche Aufgaben beim Amtsgericht Neuruppin

Verschiedene weitere Tätigkeiten - neben Nachlassangelegenheiten - fallen in die Zuständigkeit des Amtsgerichts Neuruppin Der elektronische Rechtsverkehr wird noch für folgende andere Bereiche durch das Amtsgericht abgedeckt:

  • Strafverfahren
  • Familiensachen
  • Zivilverfahren
  • Grundbuchverfahren

Nachlassgericht Neuruppin - Fragen und Antworten

Angelegenheiten des Nachlasses, die das Ausschlagen des Erbes betreffen, können (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Amtsgericht beziehungsweise Nachlassgericht der das Erbe ausschlagenden Person eingereicht werden.

Die Nachlassabteilung des Amtsgerichts im Bezirk des Erben kümmert sich um die Beglaubigung und Weiterleitung der erforderlichen Dokumente. Der Erbe muss somit nicht persönlich beim Amtsgericht des Erblassers erscheinen.

In diesem Falle wird immer das Amtsgericht in Berlin Schöneberg für die Verwaltung des Falls zuständig.

Nach Einreichen eines Antrags auf einen Erbschein, kann das Nachlassgericht diesem nachkommen. Den Antrag können die Alleinerben aber auch mögliche Miterben, Nacherben, Ersatzerben oder auch der Vollstrecker des Testaments stellen.


Einzelnachweise

dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »
dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »