Für alle Personen, die zum Zeitpunkt des Todes im Bezirk des zuständigen Amtsgerichts Nordhausen lebten, gilt, dass Sie von der Nachlassabteilung des Amtsgericht Nordhausen betreut werden.

Diese Personen können ihr privatschriftliches Testament beim Nachlassgericht Nordhausen hinterlegen. Erben können am Nachlassgericht Nordhausen außerdem einen Antrag zur Erstellung eines Erbscheins einreichen.

Nicht zuständig in bestimmten Fällen ist die Abteilung Nachlass des Amtsgerichts Nordhausen, auch wenn der Erblasser dort im Bezirk zuletzt gemeldet gewesen ist. Die Erbausschlagung kann in manchen Fällen auch an dem Nachlassgericht durchgeführt werden, in dessen Bezirk die erklärende Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Das für den Erben örtlich zuständige Nachlassgericht ist dazu angehalten, die benötigten, beglaubigten Dokumente an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weiterzugeben


Nachlassgericht Nordhausen - die Aufgaben in der Übersicht

Nachlassgericht Nordhausen

Für fast alle Aufgaben, die im Zuge einer Erbschaft für die Erben bzw. den Erblasser anfallen, ist das Nachlassgericht Nordhausen zuständig. Die Kosten müssen von den Erben getragen werden.

Zu den Aufgaben zählen:

  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören
  • Alle Verfügungen bei einem Todesfall
  • Vollstreckung eines Testaments
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Verwaltung des Nachlasses

Nachlassgericht Nordhausen - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Rudolf-Breitscheid-Straße 6
99734 Nordhausen
Postfach 10 01 51
99721 Nordhausen

Kontakt

Telefon-Nr.: 03631 4220
Fax-Nummer: 03631 42210
Website:thueringen.de/th4/olg

Weitere Aufgaben des Amtsgerichts Nordhausen

Das Amtsgericht regelt nicht nur den Nachlass im Falle eines Todes, sondern kümmert sich auch um die rechtlichen Angelegenheiten folgender Bereiche:

  • Zivilverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit

Nachlassgericht Nordhausen - Fragen und Antworten

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass das Ausschlagen einer Erbschaft auch bei der Nachlassabteilung des für den Erbempfänger zuständigen Amtsgerichtes erklärt werden kann.

Alle erforderlichen Unterlagen werden vom Amtsgericht beglaubigt und an das Nachlassgericht des Erblassers übermittelt. Es muss dann keine umständliche Anreise durch den Erben erfolgen.

Sollte das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht gefunden werden können, ist das Gericht in Berlin Schöneberg zuständig.

Vom Amtsgericht wird ein Erbschein nur dann erteilt, wenn ein entsprechender Antrag eingereicht wurde. Dieser Antrag kann von verschiedenen Personen gestellt werden: Alleinerben, Miterben, Nach- und Ersatzerben.


Einzelnachweise

dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »
dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »
buzer.de: § 2247 - Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) »
dejure.org: Gerichtsverfassungsgsetz § 23a »