Personen, die zum Todeszeitpunkt im Bezirk des Amtsgerichts Oranienburg lebten, sind der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Oranienburg zugeteilt.

Diese Personen können ihr von Hand geschriebenes Nachlassschreiben beim Nachlassgericht Oranienburg in Verwahrung geben. Erben können am Nachlassgericht Oranienburg außerdem einen Antrag zur Ausfertigung eines Erbscheins einreichen.

Die Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Oranienburg ist in bestimmten Fällen nicht zuständig. So kann die Erbausschlagung zum Beispiel auch am Nachlassgericht vorgenommen werden, in dem Bezirk, in dem die erklärende Person lebt.

Die für eine Erbausschlagung erforderlichen Dokumente werden nach Prüfung und Beglaubigung vom Nachlassgericht des Erben regulär an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Welche Verantwortungen hat das Nachlassgericht Oranienburg?

Nachlassgericht Oranienburg

Der Nachlassabteilung eines Amtsgerichts obliegen viele Aufgaben, die in der Regel mit einer gewissen Gebühr verbunden sind

Einige Aufgaben des Nachlassgerichts Oranienburg als Amtsgericht Oranienburg auf einen Blick:

  • Ermitteln der Erben
  • Alle Verfügungen bei einem Todesfall
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Verwalten des Erbes
  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören

Nachlassgericht Oranienburg - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Berliner Straße 38
16515 Oranienburg
Postfach 10 02 55
16502 Oranienburg

Kontakt

Telefon-Nr.: 03301 5739-200
Fax: 03301 5739-300
Internetseite:ag-oranienburg.brandenburg.de

Welche Aufgaben hat das Amtsgericht Oranienburg außerdem?

Neben Nachlassangelegenheiten, fallen verschiedene weitere Tätigkeiten in den Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Oranienburg. Unter anderem verantwortlich ist das Amtsgericht im elektronischen Rechtsverkehr für:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Strafverfahren
  • Familiensachen

Fragen und Antworten zum Nachlassgericht Oranienburg

Wenn das Erbe ausgeschlagen werden soll, kann das (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Nachlassgericht im Bezirk des gewöhnlichen Aufenthalts der erklärenden Person vorgenommen werden.

Die Nachlassabteilung des Amtsgerichts im Bezirk des Erben kümmert sich um die Beglaubigung und Weiterleitung der erforderlichen Dokumente. Der Erbe muss somit nicht persönlich beim Amtsgericht des Erblassers erscheinen.

In diesem Falle wird immer das Amtsgericht in Berlin Schöneberg für die Verwaltung des Falls zuständig.

Nur wenn ein gültiger Antrag auf einen Erbschein eingereicht wurde, kann eine Ausstellung solch eines Scheins erfolgen.Die Erstellung eines Antrags liegt nicht nur bei einer Person des Nachlassverfahrens. Die alleinigen Erben, die Miterben, die Nacherben oder auch andere Personen sind dazu berechtigt. Die Berechtigung für solche einen Antrag auf einen Erbschein kann auch vom Vollstrecker des Testaments erfolgen.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: BGB § 2247 Eigenhändiges Testament »
buzer.de: § 344 - Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) »
Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »