Für alle Personen, die zum Zeitpunkt des Todes im Bezirk des zuständigen Amtsgerichts Plön lebten, gilt, dass Sie von der Nachlassabteilung des Amtsgericht Plön betreut werden.

Das Nachlassgericht Plön nimmt Nachlassschreiben der Bürger in Verwahrung. Angehörige des Erblassers können hier die Ausstellung eines Erbscheins beantragen.

Nicht zuständig in bestimmten Fällen ist die Abteilung Nachlass des Nachlassgericht Plön, auch wenn der Erblasser dort im Bezirk zuletzt gemeldet gewesen ist. Soll eine Ausschlagung des Erbes erfolgen, kann diese Erklärung auch durch die am Wohnort ansässigen Behörden betreut werden.

Die beglaubigten Dokumente werden vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Welche Zuständigkeiten hat das Nachlassgericht Plön?

Nachlassgericht Plön

Zum großen Teil sind die diversen Aufgaben des Nachlassgerichts Plön gebührenpflichtig.

Einige Aufgaben des Nachlassgerichts Plön auf einen Blick:

  • Ermitteln der Erben
  • Erteilen von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Erbscheinausstellung
  • Eröffnung von Verfügungen im Falle des Todes
  • Nachlasssicherung
  • Vollstreckung eines Testaments

Nachlassgericht Plön - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Lütjenburger Straße 48
24306 Plön
Postfach 1 87
24302 Plön

Kontakt

Telefon-Nr.: 04522 7450
Fax-Nr.: 04522 745198
Internetseite:ag-ploen.schleswig-holstein.de

Zusätzliche Aufgaben beim Amtsgericht Plön

Im Amtsgericht Plön werden nicht nur Nachlassangelegenheiten bei Todesfällen verwaltet und entschieden. In folgenden Bereichen ist das Gericht für den elektronischen Rechtsverkehr zuständig:

  • Grundbuchverfahren
  • Familiensachen
  • Strafverfahren

Nachlassgericht Plön - Fragen und Antworten

Angelegenheiten des Nachlasses, die das Ausschlagen des Erbes betreffen, können (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Wohnort der erklärenden Person in dem dafür zuständigen Nachlassgericht durchgeführt werden.

Eine Weiterleitung erfolgt nach Beglaubigung der Dokumente, damit die Anreise durch den Erben nicht mehr erforderlich ist.

Ein Erbschein wird vom Nachlassgericht nur dann erteilt, wenn auch ein Antrag darauf gestellt wurde. Es kann unterschiedliche Fälle geben, nach denen der Erbschein beantragt wird. So können sowohl Alleinerben als auch Miterben, Nacherben, Ersatzerben oder der Testamentsvollstrecker für die Beantragung der Erbscheinerteilung in Frage kommen.


Einzelnachweise

dejure.org: § 2247 BGB Eigenhändiges Testament »
buzer.de: § 343 - Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) »
dejure.org: Gerichtsverfassungsgsetz § 23a »