Für alle Personen zuständig ist die Nachlassabteilung des Amtsgerichts Prüm, die zum Zeitpunkt ihres Todes im Gerichtsbezirk wohnhaft waren.

Diese Personen können ihr von Hand geschriebenes Testament beim Nachlassgericht Prüm in Verwahrung geben. Zum Nachlass Berechtigte können am Nachlassgericht Prüm zudem einen Antrag zur Ausfertigung eines Erbscheins einreichen.

Nicht alle Angelegenheiten, die den Nachlass betreffen, betreut das Nachlassgericht Prüm. Soll ein Erbausschlag eingereicht werden, kann diese Erklärung auch durch die am Wohnort ansässigen Behörden betreut werden.

Die Weitergabe der erforderlichen Dokumente an die Nachlassabteilung des Amtsgerichts des Erblassers für verschiedene Erklärungen ist für das Nachlassgericht des Erben obligatorisch.


Welche Zuständigkeiten hat das Nachlassgericht Prüm?

Nachlassgericht Prüm

Der Nachlassabteilung eines Amtsgerichts obliegen viele Aufgaben, die in der Regel mit einer gewissen Gebühr verbunden sind

Zu den Aufgaben gehören:

  • Verfügungen im Todesfall
  • Nachlassverwaltung
  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören
  • Erbscheinausstellung
  • Alle Verfügungen bei einem Todesfall
  • Vollstreckung des Testaments

Nachlassgericht Prüm - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Teichstraße 18
54595 Prüm
Postfach 11 40
54592 Prüm

Kontakt

Tel.: 06551 941-0
Fax: 06551 941-100
Homepage:agpru.justiz.rlp.de

Welche Aufgaben hat das Amtsgericht Prüm außerdem?

Neben Nachlassangelegenheiten, fallen verschiedene weitere Tätigkeiten in den Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Prüm. So ist das Gericht unter anderem verantwortlich für den elektronischen Rechtsverkehr in den Bereichen:

  • Familiensachen
  • Strafverfahren

Die häufigsten Fragen zum Nachlassgericht Prüm

Nachlassangelegenheiten, die die Erbausschlagung betreffen, können (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Amtsgericht beziehungsweise Nachlassgericht der das Erbe ausschlagenden Person eingereicht werden.

Die Weiterleitung erfolgt, damit eine gegebenfalls zeit- und kostenintensive Anreise in der Regel nicht erforderlich ist.

Nur nach Einreichen eines entsprechenden Antrags auf einen Erbschein, kann man auf die Aushändigung solch eines Erbscheins hoffen. Dieser Antrag kann von verschiedenen Personen gestellt werden: Alleinerben, Miterben, Nach- und Ersatzerben.


Einzelnachweise

dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »
dejure.org: Gerichtsverfassungsgsetz § 23a »
dejure.org: § 2247 BGB Eigenhändiges Testament »
dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »