Für alle gemeldeten Personen, die zum Todeszeitpunkt im jeweiligen Amtsgerichtsbezirk gewohnt haben, gilt, dass Sie von der Nachlassabteilung des Amtsgericht Quedlinburg betreut werden.

Diese Personen können ihr von Hand geschriebenes Nachlassschreiben beim Nachlassgericht Quedlinburg hinterlegen. Erben können am Nachlassgericht Quedlinburg zudem einen Antrag zur Ausfertigung eines Erbscheins einreichen.

Nicht für alle Angelegenheiten den Nachlass betreffend ist das Nachlassgericht Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) zuständig. So kann die Erbausschlagung zum Beispiel auch am Nachlassgericht vorgenommen werden, in dessen Bezirk die erklärende Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Die Übermittlung der für eine Erbausschlagung erforderlichen beglaubigten Dokumente ist gesetzlich geregelt und wird vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers vorgenommen.


Welche Funktionen übernimmt das Nachlassgericht Quedlinburg?

Nachlassgericht Quedlinburg

Die Erfüllung einer Vielzahl von in der Regel gebührenpflichtigen Aufgaben obliegt der Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Quedlinburg

Zu den Aufgaben zählen:

  • Verfügungseröffnung im Falle des Todes
  • Verwalten des Erbes
  • Erbscheinausstellung
  • Verfügungen, die bis zum Todesfall verwahrt werden
  • Erteilen von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Sicherung des Nachlasses
  • Vollstrecken von Testamenten

Nachlassgericht Quedlinburg - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Adelheidstraße 2
6484 Quedlinburg
Postfach 12 51
6473 Quedlinburg

Kontakt

Tel.-Nr.: 03946 710
Fax: 03946 71168
Webseite: ag-qlb.sachsen-anhalt.de

Welche Aufgaben hat das Amtsgericht Quedlinburg außerdem?

Neben Nachlassangelegenheiten, fallen verschiedene weitere Tätigkeiten in den Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Quedlinburg. Der elektronische Rechtsverkehr wird noch für folgende andere Verfahren durch das Amtsgericht abgedeckt:

  • Familiensachen
  • Zivilverfahren

Nachlassgericht Quedlinburg - Fragen und Antworten

Soll das Erbe ausgeschlagen werden, kann das (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Nachlassgericht im Bezirk des gewöhnlichen Aufenthalts der erklärenden Person vorgenommen werden.

Vom Nachlassgericht des Erben werden die Dokumente beglaubigt weitergeleitet, so dass ein gesondertes Erscheinen mit erforderlichen Dokumenten durch den Erben nicht mehr nötig ist.

Nur nach Einreichen eines entsprechenden Antrags auf einen Erbschein, kann eine Ausstellung solch eines Scheins erfolgen.Den Antrag können die Alleinerben aber auch mögliche Miterben, Nacherben, Ersatzerben oder auch der Vollstrecker des Testaments stellen.


Einzelnachweise

dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »
Gesetze im Internet: BGB § 2247 Eigenhändiges Testament »
buzer.de: § 342 - Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) »