Personen, die vor ihrem Tod im Bezirk des Amtsgerichts Rheda-Wiedenbrück wohnten, betreut die Abteilung Nachlass des Amtsgerichts Rheda-Wiedenbrück (ID: R2113).

Diese Personen können ihr privatschriftliches Testament beim Nachlassgericht Rheda-Wiedenbrück hinterlegen. Zum Nachlass Berechtigte können am Nachlassgericht Rheda-Wiedenbrück zudem einen Antrag zur Ausfertigung eines Erbscheins einreichen.

In wenigen besonderen Fällen liegt die jeweilige Zuständigkeit nicht beim Amtsgericht Rheda-Wiedenbrück. Soll eine Ausschlagung des Erbes erfolgen, kann die Person diesen Erbausschlag im Bezirk des Wohnorts einreichen und durchführen lassen.

Die Übermittlung der für eine Erbausschlagung erforderlichen beglaubigten Dokumente ist gesetzlich geregelt und wird vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers vorgenommen.


Welche Funktionen übernimmt das Nachlassgericht Rheda-Wiedenbrück?

Nachlassgericht Rheda-Wiedenbrück

Ein Nachlassgericht ist für verschiedene Aufgaben zuständig, die nicht immer gebührenfrei sind.

Zu den Aufgaben gehören:

  • Eröffnung von Verfügungen im Todesfall
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Ermitteln der Erben
  • Verwaltung des Nachlasses
  • Erbscheinausstellung

Nachlassgericht Rheda-Wiedenbrück - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Ostenstraße 3
33378 Rheda-Wiedenbrück
Postfach 11 49
33372 Rheda-Wiedenbrück

Kontakt

Tel.-Nr.: 05242 9278-0
Fax: 05242 9278-99
Homepage:ag-rheda-wiedenbrueck.nrw.de

Zusätzliche Aufgaben beim Amtsgericht Rheda-Wiedenbrück

Rechtsverkehr, der elektronisch abgewickelt werden kann, wird ebenfalls von diesem Amtsgericht übernommen:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Familiensachen
  • Zivilverfahren
  • Grundbuchverfahren

Nachlassgericht Rheda-Wiedenbrück - häufige Fragen

Wenn das Erbe ausgeschlagen werden soll, kann das (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Amtsgericht beziehungsweise Nachlassgericht der das Erbe ausschlagenden Person eingereicht werden.

Die notwendigen Unterlagen werden vom Nachlassgericht, an dem die Erbausschlagung erklärt wurde, an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weitergeleitet. Für den Erben entstehen demnach keine anreisebedingte Kosten.

Das Nachlassgericht Berlin Schöneberg gilt immer dann als zuständig, wenn das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden konnte.

Ein Erbschein wird nur dann vom Amtsgericht ausgestellt, nachdem vorab ein entsprechender Antrag eines Beteiligten beim Nachlassgericht eingereicht wurde. Den Antrag können die Alleinerben aber auch mögliche Miterben, Nacherben, Ersatzerben oder auch der Vollstrecker des Testaments stellen.


Einzelnachweise

dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »
buzer.de: § 2247 - Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) »
buzer.de: § 23a - Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) »