Die Abteilung Nachlass des Amtsgerichtes Rudolstadt ist für alle Bürger zuständig, die beim Todeszeitpunkt im zuständigen Gerichtsbezirks lebten.

Wenn Personen über ein handgeschriebenes Testament verfügen, können sie das Nachlassgericht Rudolstadt aufsuchen. Erben können am Nachlassgericht Rudolstadt außerdem einen Antrag zur Ausfertigung eines Erbscheins einreichen.

In bestimmten Fällen ist die Nachlassabteilung des Amtsgerichts Rudolstadt nicht zuständig. Soll eine Ausschlagung des Erbes erfolgen, kann die Person diesen Erbausschlag im Bezirk des Wohnorts einreichen und durchführen lassen.

Die beglaubigten Unterlagen, die für alle Erklärungen notwendig sind, werden an das entsprechend zuständige Nachlassgericht Rudolstadt weitergeleitet.


Welche Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht Rudolstadt?

Nachlassgericht Rudolstadt

Zu den Zuständigkeiten eines Nachlassgerichts gehören verschiedene Fälle, für die teilweise eine Gebühr entrichtet werden muss.

Einige Aufgaben des Nachlassgerichts Rudolstadt als Amtsgericht Rudolstadt auf einen Blick:

  • Ermittlung der Erben
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Verfügungseröffnung im Falle des Todes
  • Nachlassverwaltung
  • Verfügungen, die bis zum Todesfall verwahrt werden
  • Vollstreckung des Testaments
  • Ausstellung von Erbscheinen

Nachlassgericht Rudolstadt - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Breitscheidstraße 133
7407 Rudolstadt
Postfach 10 02 08
7392 Rudolstadt

Kontakt

Tel.: 03672 4490
Fax-Nummer: 03672 422131
Internetseite:thueringen.de/th4/olg

Amtsgericht Rudolstadt - zusätzliche Aufgaben

Rechtsverkehr, der elektronisch abgewickelt werden kann, wird ebenfalls von diesem Amtsgericht übernommen:

  • Zivilverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Familiensachen

Fragen und Antworten zum Nachlassgericht Rudolstadt

Nachlassangelegenheiten, die die Erbausschlagung betreffen, können (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Nachlassgericht im Bezirk des gewöhnlichen Aufenthalts der erklärenden Person vorgenommen werden.

Eine Weiterleitung erfolgt nach Beglaubigung der Dokumente, damit der Erbe es wesentlich einfacher hat, das Ausschlagen des Erbes durchzuführen.

Kann das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden, ist das Nachlassgericht Berlin Schöneberg der zuständig.

Ein Erbschein wird nur vom zuständigen Nachlassgericht ausgehändigt, wenn vorab ein entsprechender gültiger Antrag eingereicht wurde. Der Antrag kann von verschiedenen Beteiligten im Nachlassverfahren gestellt werden. So zum Beispiel von den Alleinerben, Miterben, Nacherben oder Ersatzerben. Auch ein Testamentsvollstrecker ist dazu berechtigt, einen Erbscheinantrag vorzubringen.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: § 2247 BGB Eigenhändiges Testament »
dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »