Für alle Personen, die zum Zeitpunkt des Todes im Bezirk des zuständigen Amtsgerichts Saarlouis lebten, gilt, dass sie der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Saarlouis in diesem Gebiet unterstellt sind.

Diese Personen können ihr von Hand geschriebenes Nachlassschreiben beim Nachlassgericht Saarlouis in Verwahrung geben. Angehörige des Erblassers können hier außerdem einen Erbschein beantragen.

Nicht für alle Angelegenheiten den Nachlass betreffend ist das Nachlassgericht Saarlouis (Saarland) zuständig. Soll ein Erbe ausgeschlagen werden, kann diese Erklärung auch durch die am Wohnort ansässigen Behörden betreut werden.

Unterlagen, die dafür notwendig sind, werden dann von dort an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet, nachdem sie beglaubigt wurden


Welche Zuständigkeiten hat das Nachlassgericht Saarlouis?

Nachlassgericht Saarlouis

Die Erfüllung einer Vielzahl von in der Regel gebührenpflichtigen Aufgaben obliegt der Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Saarlouis

Fälle, die im Nachlassgericht Saarlouis behandelt werden, sind zum Beispiel:

  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören
  • Testamentsvollstreckung
  • Verwahrung von Verfügungen
  • Erbscheinerteilung
  • Erteilen von Testamentsvollstreckerzeugnissen

Nachlassgericht Saarlouis - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Prälat-Subtil-Ring 10
66740 Saarlouis
Postfach 11 30
66711 Saarlouis

Kontakt

Telefon-Nr.: 06831 445-0
Fax: 06831 445-211
Internetseite:ag-sls.saarland.de

Weitere Aufgaben des Amtsgerichts Saarlouis

Nicht nur für den Nachlass ist das Amtsgericht zuständig, sondern auch für Rechtsverkehr, der elektronisch abgewickelt wird:

  • Zivilverfahren
  • Grundbuchverfahren

Fragen und Antworten zum Nachlassgericht Saarlouis

Laut § 344 Abs. 7 FamFG werden die erforderlichen beglaubigten Dokumente auch von der Nachlassabteilung des Amtsgericht der ausschlagenden Person an das zuständige Amtsgericht des Erblassers weitergeleitet.

Die notwendigen Unterlagen werden vom Nachlassgericht, an dem die Erbausschlagung erklärt wurde, an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weitergeleitet. Für den Erben entstehen demnach keine anreisebedingte Kosten.

Ein Erbschein wird vom Nachlassgericht nur dann erteilt, wenn auch ein Antrag darauf gestellt wurde. Die Erstellung eines Antrags liegt nicht nur bei einer Person des Nachlassverfahrens. Die alleinigen Erben, die Miterben, die Nacherben oder auch andere Personen sind dazu berechtigt. Die Berechtigung für solche einen Antrag auf einen Erbschein kann auch vom Vollstrecker des Testaments erfolgen.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: GVG § 23a »
Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »
buzer.de: § 344 - Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) »