Personen, die vor ihrem Tod im Bezirk des Amtsgerichts Sankt Ingbert wohnten, betreut die Abteilung Nachlass des Amtsgerichts Sankt Ingbert (ID: V1111).

Wenn die betroffenen Personen ein handgeschriebenes Testament verwahren wollen, liegt die Zuständigkeit bei diesem Amtsgericht Sankt Ingbert. Angehörige des Erblassers können hier außerdem einen Erbschein beantragen.

Nicht zuständig in bestimmten Fällen ist die Abteilung Nachlass des Nachlassgericht Sankt Ingbert, auch wenn der Erblasser zuletzt dort wohnhaft gewesen ist. Soll eine Ausschlagung des Erbes erfolgen, kann diese Erklärung auch durch die am Wohnort ansässigen Behörden betreut werden.

Die Übermittlung der für eine Erbausschlagung erforderlichen beglaubigten Dokumente ist gesetzlich geregelt und wird vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers vorgenommen.


Nachlassgericht Sankt Ingbert - alle Aufgabenbereiche

Nachlassgericht Sankt Ingbert

Die auf die Erben zukommenden Aufgaben verbunden mit einer Erbschaft, werden fast ausnahmslos vom Nachlassgericht Sankt Ingbert betreut. Die Erben tragen in der Regel auch die dafür anfallenden Kosten.

Zu den Aufgaben gehören:

  • Ermitteln der Erben
  • Vollstreckung des Testaments
  • Verwaltung des Nachlasses
  • Testamentsvollstreckerzeugnisse
  • Erbscheinausstellung

Nachlassgericht Sankt Ingbert - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Ensheimer Straße 2
66386 St. Ingbert
Postfach 11 20
66361 St. Ingbert

Kontakt

Telefon-Nr.: 06894 984-03
Fax-Nummer: 06894 984-202
Website: ag-igb.saarland.de

Amtsgericht Sankt Ingbert - weitere Aufgabenfelder im Überblick

Das Amtsgericht regelt nicht nur den Nachlass, sondern kümmert sich auch um die rechtlichen Angelegenheiten folgender Bereiche:

  • Zivilverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Grundbuchverfahren

Die häufigsten Fragen zum Nachlassgericht Sankt Ingbert

Nachlassangelegenheiten, die die Erbausschlagung betreffen, können (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Nachlassgericht im Bezirk des gewöhnlichen Aufenthalts der erklärenden Person vorgenommen werden.

Dem Erben entstehen keine weiteren Kosten durch die Anmeldung zur Ausschlagung des Erbes am Wohnort des Erblassers. Stattdessen arbeiten die beiden Nachlassgerichte Hand in Hand und das Amtsgericht des Erben leitet alle Dokumente beglaubigt an das Amtsgericht des Verstorbenen weiter.

In diesem Falle wird immer das Amtsgericht in Berlin Schöneberg für die Verwaltung des Falls zuständig.

Ein Erbschein wird vom Nachlassgericht nur dann erteilt, insofern ein gültiger Antrag auf diesen Schein eingereicht wurde. Wer diesen Antrag stellen kann, ist vom individuellen Erbfall abhängig. Es können nämlich Miterben, Alleinerben, Ersatzerben oder auch der Vollstrecker des Testaments den Erbschein beantragen.


Einzelnachweise

dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: § 2247 BGB Eigenhändiges Testament »
Gesetze im Internet: GVG § 23a »
Gesetze im Internet: FamFG § 344 Besondere örtliche Zuständigkeit »