Personen, die ihren Wohnsitz im Zeitpunkt ihres Todes im Bezirk des Amtsgerichts Schweinfurt hatten, betreut die Abteilung Nachlass des Amtsgerichts Schweinfurt in Bayern.

Wenn Personen über ein handgeschriebenes Testament verfügen, liegt die Zuständigkeit bei diesem Nachlassgericht Schweinfurt. Am Nachlassgericht Schweinfurt können Angehörige darüber hinaus einen Erbschein beantragen.

Die Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Schweinfurt ist in bestimmten Fällen nicht zuständig. Soll ein Erbausschlag eingereicht werden, kann die Person diesen Erbausschlag im Bezirk des Wohnorts einreichen und durchführen lassen.

Die notwendigen Unterlagen werden von dort von einem Sachbearbeiter in öffentlich beglaubigter Form an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Nachlassgericht Schweinfurt - alle Aufgabenbereiche

Nachlassgericht Schweinfurt

Ein Nachlassgericht ist für verschiedene Aufgaben zuständig, die nicht immer gebührenfrei sind.

Zu den Aufgaben zählen:

  • Verwahren von Verfügungen im Todesfall
  • Alle Verfügungen bei einem Todesfall
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Erbscheinausstellung
  • Ermittlung der Erben
  • Nachlasssicherung
  • Vollstreckung eines Testaments
  • Verwaltung des Nachlasses

Nachlassgericht Schweinfurt - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Rüfferstraße 1
97421 Schweinfurt
Postfach 40 40
97421 Schweinfurt

Kontakt

Telefon-Nr.: 09721 542-0
Fax-Nummer: 09721 542-190
Internetseite:justiz.bayern.de/gericht/ag/sw

Amtsgericht Schweinfurt - zusätzliche Aufgaben

Verschiedene weitere Tätigkeiten - neben Nachlassangelegenheiten - fallen in die Zuständigkeit des Amtsgerichts Schweinfurt So ist das Gericht unter anderem verantwortlich für den elektronischen Rechtsverkehr in den Bereichen:

  • Strafverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Zivilverfahren
  • Familiensachen

Die häufigsten Fragen zum Nachlassgericht Schweinfurt

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass das Ausschlagen einer Erbschaft auch bei der Nachlassabteilung des für den Erbempfänger zuständigen Amtsgerichtes erklärt werden kann.

Dem Erben entstehen keine weiteren Kosten durch die Anmeldung zur Ausschlagung des Erbes am Wohnort des Erblassers. Stattdessen arbeiten die beiden Nachlassgerichte Hand in Hand und das Amtsgericht des Erben leitet alle Dokumente beglaubigt an das Amtsgericht des Verstorbenen weiter.

Das Nachlassgericht Berlin Schöneberg gilt immer dann als zuständig, wenn das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden konnte.

Nur nach Einreichen eines entsprechenden Antrags auf einen Erbschein, kann ein Erbschein vom Amtsgericht ausgestellt werden. Die Erstellung eines Antrags liegt nicht nur bei einer Person des Nachlassverfahrens. Die alleinigen Erben, die Miterben, die Nacherben oder auch andere Personen sind dazu berechtigt. Die Berechtigung für solche einen Antrag auf einen Erbschein kann auch vom Vollstrecker des Testaments erfolgen.


Einzelnachweise

buzer.de: § 2247 - Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) »
dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »
buzer.de: § 344 - Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) »