Für alle Personen, die zum Zeitpunkt des Todes im Bezirk des zuständigen Amtsgerichts Singen am Hohentwiel lebten, gilt, dass sie der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Singen am Hohentwiel in diesem Bezirk unterstellt sind.

Das Nachlassgericht Singen am Hohentwiel nimmt Nachlassschreiben der Bürger in Verwahrung. Erben können am Nachlassgericht Singen am Hohentwiel zudem einen Antrag zur Erstellung eines Erbscheins einreichen.

In bestimmten Fällen ist die Nachlassabteilung des Amtsgerichts Singen am Hohentwiel nicht zuständig. Soll ein Erbe ausgeschlagen werden, kann diese Erklärung auch durch die am Wohnort ansässigen Behörden betreut werden.

Die notwendigen Unterlagen werden von dort von einem Sachbearbeiter in öffentlich beglaubigter Form an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Welche Verantwortungen hat das Nachlassgericht Singen am Hohentwiel?

Nachlassgericht Singen am Hohentwiel

Eine Vielzahl von Aufgaben werden vom jeweiligen Nachlassgericht übernommen, davon sind einige mit Gebühren verknüpft.

Zu den Aufgaben zählen:

  • Ermitteln der Erben
  • Eröffnung von Verfügungen im Todesfall
  • Verwalten des Nachlasses
  • Verfügungsverwahrung (im Todesfall)
  • Vollstreckung eines Testaments
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Erteilung von Erbscheinen
  • Sichern des Nachlasses

Nachlassgericht Singen am Hohentwiel - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Erzbergerstraße 28
78224 Singen (Hohentwiel)
Erzbergerstraße 28
78224 Singen (Hohentwiel)

Kontakt

Tel.-Nr.: 07731 4001-0
Fax-Nummer: 07731 4001-83
Internetseite:amtsgericht-singen.de

Weitere Aufgaben des Amtsgerichts Singen am Hohentwiel

Nicht nur für den Nachlass ist das Amtsgericht zuständig, sondern auch für Rechtsverkehr, der elektronisch abgewickelt wird:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Familiensachen
  • Strafverfahren
  • Zivilverfahren

Häufig gestellte Fragen zum Nachlassgericht Singen am Hohentwiel

Laut § 344 Abs. 7 FamFG muss der Erbe, der das Erbe ausschlagen möchte, nicht einen gesonderten Antrag beim Amtsgericht des Erblassers stellen, sondern kann dies beim Nachlassgericht seines Bezirks durchführen.

Alle erforderlichen Unterlagen werden vom Amtsgericht beglaubigt und an das Nachlassgericht des Erblassers übermittelt. Es muss dann keine umständliche Anreise durch den Erben erfolgen.

Nur nach Einreichen eines entsprechenden Antrags auf einen Erbschein, kann das Nachlassgericht diesem nachkommen. Wer diesen Antrag stellen kann, ist vom individuellen Erbfall abhängig. Es können nämlich Miterben, Alleinerben, Ersatzerben oder auch der Vollstrecker des Testaments den Erbschein beantragen.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »
Gesetze im Internet: GVG § 23a »
buzer.de: § 344 - Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) »