Für alle Personen, die zum Zeitpunkt ihres Todes im Bezirk des Amtsgerichtes Stade wohnhaft waren, ist die Nachlassabteilung des Gerichts zuständig.

Wenn Personen über ein handgeschriebenes Testament verfügen, können sie sich an das Nachlassgericht Stade wenden. Angehörige des Erblassers können hier außerdem einen Erbschein beantragen.

In bestimmten Fällen ist die Nachlassabteilung des Amtsgerichts Stade nicht zuständig. Für eine Ausschlagung der Erbschaft etwa, kann das Nachlassgericht im Einzugsgebiet der Person, die die Erklärung einreicht, zuständig sein.

Die für eine Erbausschlagung erforderlichen Dokumente werden nach Prüfung und Beglaubigung vom Nachlassgericht des Erben regulär an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Welche Verantwortungen hat das Nachlassgericht Stade?

Nachlassgericht Stade

Die auf die Erben zukommenden Aufgaben verbunden mit einer Erbschaft, werden fast ausnahmslos vom Nachlassgericht Stade betreut. Die Kosten müssen von den Erben getragen werden.

Folgende Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht Stade:

  • Verwahren von Verfügungen im Todesfall
  • Testamentsvollstreckerzeugnisse
  • Nachlassverwaltung
  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören
  • Verfügungseröffnung im Falle des Todes
  • Ermitteln der Erben

Nachlassgericht Stade - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Wilhadikirchhof 1
21682 Stade
Postfach 11 51
21651 Stade

Kontakt

Telefon-Nr.: 04141 1071
Fax-Nummer: 04141 107213
Webseite:amtsgericht-stade.niedersachsen.de

Zusätzliche Aufgaben beim Amtsgericht Stade

Neben Nachlassangelegenheiten, fallen verschiedene weitere Tätigkeiten in den Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Stade. Unter anderem verantwortlich ist das Amtsgericht im elektronischen Rechtsverkehr für:

  • Strafverfahren
  • Zivilverfahren

Häufig gestellte Fragen zum Nachlassgericht Stade

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass die Ausschlagung der Erbschaft auch im Nachlassgericht des Erben beantragt werden kann.

Vom Nachlassgericht des Erben werden die Dokumente beglaubigt weitergeleitet, so dass eine gegebenfalls zeit- und kostenintensive Anreise in der Regel nicht erforderlich ist.

Kann das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden, ist das Nachlassgericht Berlin Schöneberg der zuständig.

Ein Erbschein wird nur vom zuständigen Nachlassgericht ausgehändigt, nachdem vorab ein entsprechender Antrag eines Beteiligten beim Nachlassgericht eingereicht wurde. Wer diesen Antrag stellen kann, ist vom individuellen Erbfall abhängig. Es können nämlich Miterben, Alleinerben, Ersatzerben oder auch der Vollstrecker des Testaments den Erbschein beantragen.


Einzelnachweise

dejure.org: Gerichtsverfassungsgsetz § 23a »
Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »
dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »