Betroffene Personen, die vor ihrem Tod im Bezirk des Amtsgerichts Starnberg wohnten, sind der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Starnberg zugeteilt.

Diese Personen können ihr handschriftliches Nachlassschreiben beim Nachlassgericht Starnberg in Verwahrung geben. Die Angehörigen des Verstorbenen können hier außerdem einen Erbschein beantragen.

Die Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Starnberg ist in bestimmten Fällen nicht zuständig. Soll ein Erbausschlag eingereicht werden, kann die entsprechende Erklärung beispielsweise auch am gewöhnlichen Aufenthaltsort des Erben abgegeben werden.

Die für eine Erbausschlagung erforderlichen Dokumente werden nach Prüfung und Beglaubigung vom Nachlassgericht des Erben regulär an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Nachlassgericht Starnberg - alle Aufgabenbereiche

Nachlassgericht Starnberg

Im Zuge einer Erbschaft fallen für die Erben Aufgaben an, für die fast ausnahmslos das Nachlassgericht Starnberg zuständig ist. Kosten, die dabei anfallen, müssen von den Erben getragen werden.

Hierzu gehören:

  • Verfügungsverwahrung (im Todesfall)
  • Nachlassverwaltung
  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören
  • Testamentsvollstreckung
  • Erbenermittlung
  • Erteilen von Erbscheinen
  • Erteilen von Testamentsvollstreckerzeugnissen

Nachlassgericht Starnberg - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Otto-Gaßner-Straße 2
82319 Starnberg
Postfach 11 01
82317 Starnberg

Kontakt

Tel.: 08151 367-0
Fax-Nummer: 08151 367-184
Internetseite:justiz.bayern.de/gericht/ag/sta

Amtsgericht Starnberg - weitere Aufgabenbereiche

Auch andere Aufgabengebiete werden von dem zuständigen Amtsgericht Starnberg verwaltet und betreut Der elektronische Rechtsverkehr wird noch für folgende andere Verfahren durch das Amtsgericht abgedeckt:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Zivilverfahren
  • Strafverfahren
  • Grundbuchverfahren

Fragen und Antworten zum Nachlassgericht Starnberg

Soll das Erbe ausgeschlagen werden, kann das (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Wohnort der erklärenden Person in dem dafür zuständigen Nachlassgericht durchgeführt werden.

Dem Erben entstehen keine weiteren Kosten durch die Anmeldung zur Ausschlagung des Erbes am Wohnort des Erblassers. Stattdessen arbeiten die beiden Nachlassgerichte Hand in Hand und das Amtsgericht des Erben leitet alle Dokumente beglaubigt an das Amtsgericht des Verstorbenen weiter.

Das Amtsgericht in Berlin Schöneberg wird dann verantwortlich, wenn das örtliche Amtsgericht nicht gefunden werden kann.

Das Nachlassgericht erteilt nur dann einen Erbschein, wenn ein Grund dafür vorliegt und daraufhin ein entsprechender Antrag eingereicht wurde. Die Erstellung eines Antrags liegt nicht nur bei einer Person des Nachlassverfahrens. Die alleinigen Erben, die Miterben, die Nacherben oder auch andere Personen sind dazu berechtigt. Auch ein Testamentsvollstrecker ist dazu berechtigt, einen Erbscheinantrag vorzubringen.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »
Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »
Gesetze im Internet: FamFG § 344 Besondere örtliche Zuständigkeit »