Für alle Personen, die zum Zeitpunkt ihres Todes im Bezirk des Amtsgerichtes Stendal wohnhaft waren, ist die Nachlassabteilung des Gerichts zuständig.

Diese Personen können ihr von Hand geschriebenes Nachlassschreiben beim Nachlassgericht Stendal hinterlegen. Am Nachlassgericht Stendal können die Erben darüber hinaus die Ausstellung eines Erbscheins anfragen.

In einigen besonderen Fällen liegt die jeweilige Zuständigkeit nicht beim Nachlassgericht Stendal. Soll eine Ausschlagung des Erbes erfolgen, kann die entsprechende Erklärung beispielsweise auch am gewöhnlichen Aufenthaltsort des Erben abgegeben werden.

Die notwendigen Unterlagen werden von dort vom jeweiligen zuständigen Sachbearbeiter in öffentlich beglaubigter Form an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Nachlassgericht Stendal - alle Aufgabenbereiche

Nachlassgericht Stendal

Ein Nachlassgericht ist für verschiedene Aufgaben zuständig, die nicht immer gebührenfrei sind.

Folgende Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht Stendal:

  • Erbscheinausstellung
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Verwaltung des Nachlasses
  • Ermitteln der Erben
  • Alle Verfügungen bei einem Todesfall

Nachlassgericht Stendal - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Scharnhorststraße 40
39576 Hansestadt Stendal
Postfach 10 11 55
39551 Hansestadt Stendal

Kontakt

Telefon-Nr.: 03931 58-0
Fax-Nummer: 03931 58-2000
Homepage: ag-sdl.sachsen-anhalt.de

Weitere Aufgaben des Amtsgerichts Stendal

Auch andere Aufgabengebiete werden von dem zuständigen Amtsgericht Stendal verwaltet und betreut So ist das Gericht unter anderem verantwortlich für den elektronischen Rechtsverkehr in den Bereichen:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Zivilverfahren

Die häufigsten Fragen zum Nachlassgericht Stendal

Laut § 344 Abs. 7 FamFG muss der Erbe, der das Erbe ausschlagen möchte, nicht einen gesonderten Antrag beim Amtsgericht des Erblassers stellen, sondern kann dies beim Nachlassgericht seines Bezirks durchführen.

Die notwendigen Unterlagen werden vom Nachlassgericht, an dem die Erbausschlagung erklärt wurde, an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weitergeleitet. Für den Erben entstehen demnach keine anreisebedingte Kosten.

Das Nachlassgericht Berlin Schöneberg gilt immer dann als zuständig, wenn das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden konnte.

Ein Erbschein wird nur vom zuständigen Nachlassgericht ausgehändigt, wenn ein Grund dafür vorliegt und daraufhin ein entsprechender Antrag eingereicht wurde. Der Antrag kann von verschiedenen Beteiligten im Nachlassverfahren gestellt werden. So zum Beispiel von den Alleinerben, Miterben, Nacherben oder Ersatzerben. Der Antrag auf einen Erbschein kann auch vom Testamentsvollstrecker erfolgen.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: GVG § 23a »
dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »
buzer.de: § 2247 - Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) »
buzer.de: § 344 - Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) »