Für alle gemeldeten Personen, die zum Todeszeitpunkt im jeweiligen Amtsgerichtsbezirk gewohnt haben, ist die Nachlassabteilung des Gerichts zuständig.

Das Nachlassgericht Tempelhof-Kreuzberg nimmt Nachlassschreiben von Personen in Verwahrung. Angehörige des Erblassers können hier die Ausstellung eines Erbscheins beantragen.

In bestimmten Fällen ist die Nachlassabteilung des Amtsgerichts Tempelhof-Kreuzberg nicht zuständig. Für die Ausschlagung der Erbschaft etwa, kann das Nachlassgericht im Einzugsgebiet der Person, die die Erklärung einreicht, zuständig sein.

Das für den Erben örtlich zuständige Nachlassgericht ist dazu angehalten, die benötigten, beglaubigten Dokumente an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weiterzugeben


Welche Zuständigkeiten hat das Nachlassgericht Tempelhof-Kreuzberg?

Nachlassgericht Tempelhof-Kreuzberg

Ein Nachlassgericht ist für verschiedene Aufgaben zuständig, die nicht immer gebührenfrei sind.

Fälle, die im Nachlassgericht Tempelhof-Kreuzberg behandelt werden, sind zum Beispiel:

  • Erbscheinerteilung
  • Ermitteln der Erben
  • Verfügungsverwahrung (im Todesfall)
  • Verwaltung des Nachlasses
  • Vollstreckung eines Testaments
  • Eröffnung von Verfügungen im Todesfall

Nachlassgericht Tempelhof-Kreuzberg - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Möckernstraße 130
10963 Berlin
Möckernstraße 130
10963 Berlin

Kontakt

Tel.-Nr.: 030 90175-0
Fax: 030 90175-211
Webseite: berlin.de/sen/justiz/gerichte/ag/tk

Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg - zusätzliche Aufgaben

Auch andere Aufgabengebiete werden von dem zuständigen Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg verwaltet und betreut Der elektronische Rechtsverkehr wird noch für folgende andere Bereiche durch das Amtsgericht abgedeckt:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Strafverfahren

Fragen und Antworten zum Nachlassgericht Tempelhof-Kreuzberg

Laut § 344 Abs. 7 FamFG werden die erforderlichen beglaubigten Dokumente auch von der Nachlassabteilung des Amtsgericht der ausschlagenden Person an das zuständige Amtsgericht des Erblassers weitergeleitet.

Das Nachlassgericht am Wohnbezirk des Erben übermittelt die erforderlichen Unterlagen in beglaubigter Form an das Nachlassgericht, welches für den Erblasser zuständig ist. Mögliche Anreisekomplikationen können somit umgangen werden.

In diesem Fall ist das Nachlassgericht Berlin Schöneberg zuständig.

Nur wenn ein gültiger Antrag auf einen Erbschein eingereicht wurde, kann eine Ausstellung solch eines Scheins erfolgen.Je nach Erbfall ist es unterschiedlich, wer den Antrag auf einen Erbschein stellen kann. So können sowohl Alleinerben als auch Miterben, Nacherben, Ersatzerben oder der Testamentsvollstrecker für die Beantragung der Erbscheinerteilung in Frage kommen.


Einzelnachweise

dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: § 2247 BGB Eigenhändiges Testament »
Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »