Personen, die ihren Wohnsitz im Zeitpunkt ihres Todes im Bezirk des Amtsgerichts Trier hatten, sind der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Trier zugeteilt.

Diese Personen können ihr privatschriftliches Testament beim Nachlassgericht Trier hinterlegen. Am Nachlassgericht Trier können die Erben darüber hinaus einen Erbschein beantragen.

Die Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Trier ist in bestimmten Fällen nicht zuständig. Soll eine Ausschlagung des Erbes erfolgen, kann die Person diesen Erbausschlag im Bezirk des Wohnorts einreichen und durchführen lassen.

Das für den Erben örtlich zuständige Nachlassgericht ist dazu angehalten, die benötigten, beglaubigten Dokumente an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weiterzugeben


Welche Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht Trier?

Nachlassgericht Trier

Das Nachlassgericht Trier übernimmt diverse, zum großen Teil gebührenpflichtige Aufgaben.

Einige Aufgaben des Nachlassgerichts Trier als Amtsgericht Trier auf einen Blick:

  • Erteilung von Erbscheinen
  • Erteilen von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Eröffnen von Verfügungen
  • Verfügungsverwahrung (im Todesfall)
  • Verwaltung des Nachlasses
  • Vollstreckung eines Testaments

Nachlassgericht Trier - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Justizstraße 2 - 6
54290 Trie
Postfach 11 10
54201 Trier

Kontakt

Tel.: 0651 466-0
Fax-Nr.: 0651 466-1900
Website: agtr.justiz.rlp.de

Zusätzliche Aufgaben beim Amtsgericht Trier

Rechtsverkehr, der elektronisch abgewickelt werden kann, wird ebenfalls von diesem Amtsgericht übernommen:

  • Strafverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Zivilverfahren

Die häufigsten Fragen zum Nachlassgericht Trier

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass die Ausschlagung der Erbschaft auch im Nachlassgericht des Erben beantragt werden kann.

Die notwendigen Unterlagen werden vom Nachlassgericht, an dem die Erbausschlagung erklärt wurde, an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weitergeleitet. Für den Erben entstehen demnach keine anreisebedingte Kosten.

Das Nachlassgericht Berlin Schöneberg gilt immer dann als zuständig, wenn das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden konnte.

Das Nachlassgericht erteilt nur dann einen Erbschein, wenn vorab ein entsprechender gültiger Antrag eingereicht wurde. Je nach Erbfall ist es unterschiedlich, wer den Antrag auf einen Erbschein stellen kann. So können sowohl Alleinerben als auch Miterben, Nacherben, Ersatzerben oder der Testamentsvollstrecker für die Beantragung der Erbscheinerteilung in Frage kommen.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: GVG § 23a »
Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »
dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »