Für alle Personen, die zum Zeitpunkt des Todes im Bezirk des zuständigen Amtsgerichts Tübingen lebten, gilt, dass Sie von der Nachlassabteilung des Amtsgericht Tübingen betreut werden.

Das Nachlassgericht Tübingen nimmt Nachlassschreiben von Personen in Verwahrung. Die Angehörigen des Verstorbenen können hier außerdem einen Erbschein beantragen.

Die Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Tübingen ist in bestimmten Fällen nicht zuständig. Für eine Ausschlagung der Erbschaft etwa, kann das Nachlassgericht am Wohnort der Person, die die Erklärung einreicht, aufgesucht werden.

Die beglaubigten Unterlagen, die für alle Erklärungen notwendig sind, werden an das entsprechend zuständige Nachlassgericht Tübingen weitergeleitet.


Welche Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht Tübingen?

Nachlassgericht Tübingen

Das Nachlassgericht übernimmt Aufgaben verschiedener Art, die oft mit Gebühren verbunden sind.

Zu den Aufgaben zählen:

  • Verfügungen im Todesfall
  • Sichern des Erbes
  • Ausstellung von Erbscheinen
  • Alle Verfügungen bei einem Todesfall
  • Testamentsvollstreckerzeugnisse
  • Ermittlung der Erben

Nachlassgericht Tübingen - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Doblerstraße 14
72074 Tübingen
Postfach 18 40
72008 Tübingen

Kontakt

Tel.: 07071 200-0
Fax-Nummer: 07071 200-2008
Website:amtsgericht-tuebingen.de

Amtsgericht Tübingen - weitere Aufgabenfelder im Überblick

Neben Nachlassangelegenheiten, fallen verschiedene weitere Tätigkeiten in den Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Tübingen. So ist das Gericht unter anderem verantwortlich für den elektronischen Rechtsverkehr in den Bereichen:

  • Familiensachen
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Zivilverfahren
  • Strafverfahren

Die häufigsten Fragen zum Nachlassgericht Tübingen

Nachlassangelegenheiten, die die Erbausschlagung betreffen, können (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Nachlassgericht im Bezirk des gewöhnlichen Aufenthalts der erklärenden Person vorgenommen werden.

Die Weiterleitung erfolgt, damit der Erbe es wesentlich einfacher hat, das Ausschlagen des Erbes durchzuführen.

Nur nach Einreichen eines entsprechenden Antrags auf einen Erbschein, kann ein Erbschein vom Amtsgericht ausgestellt werden. Der Antrag kann von verschiedenen Beteiligten im Nachlassverfahren gestellt werden. So zum Beispiel von den Alleinerben, Miterben, Nacherben oder Ersatzerben. Auch ein Testamentsvollstrecker ist dazu berechtigt, einen Erbscheinantrag vorzubringen.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: § 2247 BGB Eigenhändiges Testament »
dejure.org: Gerichtsverfassungsgsetz § 23a »