Personen, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Zeitpunkt ihres Todes im Bereich des Amtsgerichts Tuttlingen hatten, werden von der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Tuttlingen verwaltet.

Wenn Personen über ein handgeschriebenes Testament verfügen, können sie das Nachlassgericht Tuttlingen aufsuchen. Erben können am Nachlassgericht Tuttlingen zudem einen Antrag zur Erstellung eines Erbscheins einreichen.

Angelegenheiten, die den Nachlass betreffen, werden nicht alle vom Amtsgericht Tuttlingen verwaltet. Soll ein Erbe ausgeschlagen werden, kann die Person diesen Erbausschlag im Bezirk des Wohnorts einreichen und durchführen lassen.

Die notwendigen Unterlagen werden von dort von einem Sachbearbeiter in öffentlich beglaubigter Form an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Welche Verantwortungsbereiche hat das Nachlassgericht Tuttlingen?

Nachlassgericht Tuttlingen

Die Erfüllung einer Vielzahl von in der Regel gebührenpflichtigen Aufgaben obliegt der Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Tuttlingen

Einige Aufgaben des Nachlassgerichts Tuttlingen auf einen Blick:

  • Verfügungsverwahrung (im Todesfall)
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Vollstrecken von Testamenten
  • Verwalten des Nachlasses
  • Ausstellung von Erbscheinen
  • Eröffnung von Verfügungen im Todesfall
  • Ermittlung der Erben
  • Sichern des Nachlasses

Nachlassgericht Tuttlingen - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Werderstraße 8
78532 Tuttlingen
Werderstraße 8
78532 Tuttlingen

Kontakt

Tel.-Nr.: 07461 98-100
Fax-Nummer: 07461 98-330
Webseite: amtsgericht-tuttlingen.de

Amtsgericht Tuttlingen - weitere Aufgabenfelder im Überblick

Das Amtsgericht betreut nicht nur Fälle des Nachlasses für Erben und Erblasser, es betreut auch andere Bereiche, in denen Rechtsverkehr stattfindet:

  • Familiensachen
  • Strafverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit

Häufig gestellte Fragen zum Nachlassgericht Tuttlingen

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass die Ausschlagung der Erbschaft auch im Nachlassgericht des Erben beantragt werden kann.

Vom Nachlassgericht des Erben werden die Dokumente beglaubigt weitergeleitet, so dass die Anreise durch den Erben nicht mehr erforderlich ist.

Sollte das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht gefunden werden können, ist das Gericht in Berlin Schöneberg zuständig.

Ein Erbschein wird nur vom zuständigen Nachlassgericht ausgehändigt, nachdem vorab ein entsprechender Antrag eines Beteiligten beim Nachlassgericht eingereicht wurde. Der Antrag zur Erteilung eines Erbscheins kann je nach den jeweiligen Rahmenbedingungen einer Erbschaft vom Alleinerben sowie den möglichen Mit-, Nach- oder Ersatzerben gestellt werden. Auch ein Testamentsvollstrecker ist dazu berechtigt, einen Erbscheinantrag vorzubringen.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »
Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: Gerichtsverfassungsgsetz § 23a »
buzer.de: § 2247 - Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) »
dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »