Personen, die vor ihrem Tod im Bereich des Amtsgerichts Überlingen wohnten, sind der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Überlingen zugeteilt.

Wenn Personen über ein handgeschriebenes Testament verfügen, können sie sich an das Nachlassgericht Überlingen wenden. Am Nachlassgericht Überlingen können die Erben darüber hinaus die Ausstellung eines Erbscheins anfragen.

Nicht zuständig in bestimmten Fällen ist die Abteilung Nachlass des Nachlassgericht Überlingen, auch wenn der Verstorbene zuletzt dort gewohnt hat. So kann die Erbausschlagung zum Beispiel auch am Nachlassgericht vorgenommen werden, in dessen Bezirk die erklärende Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Gesetzlich ist festgesetzt, dass die für eine Erbausschlagung erforderlichen Dokumente vom Nachlassgericht des Erben in beglaubigter Form an die zuständige Nachlassabteilung des für den Erblasser zuständigen Amtsgerichtes übermittelt werden.


Welche Funktionen übernimmt das Nachlassgericht Überlingen?

Nachlassgericht Überlingen

Der Nachlassabteilung eines Amtsgerichts obliegen viele Aufgaben, die in der Regel mit einer gewissen Gebühr verbunden sind

Hierzu gehören:

  • Vollstreckung eines Testaments
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Erbenermittlung
  • Erteilung von Erbscheinen
  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören
  • Nachlassverwaltung
  • Eröffnung von Verfügungen im Todesfall

Nachlassgericht Überlingen - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Bahnhofstraße 8
88662 Überlingen
Bahnhofstraße 8
88662 Überlingen

Kontakt

Telefon-Nr.: 07551 93639-0
Fax: 07551 93639-111
Internetseite: amtsgericht-ueberlingen.de

Welche Aufgaben hat das Amtsgericht Überlingen außerdem?

Im Amtsgericht Überlingen werden nicht nur Fälle, die den Nachlass betreffen, verwaltet.Auch der elektronische Rechtsverkehr in den folgenden Bereichen obliegt dem Gericht:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Strafverfahren
  • Familiensachen
  • Zivilverfahren

Die häufigsten Fragen zum Nachlassgericht Überlingen

Nachlassangelegenheiten, die die Erbausschlagung betreffen, können (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Amtsgericht beziehungsweise Nachlassgericht der das Erbe ausschlagenden Person eingereicht werden.

Die Weiterleitung erfolgt, damit eine gegebenfalls zeit- und kostenintensive Anreise in der Regel nicht erforderlich ist.

Kann das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden, ist das Nachlassgericht Berlin Schöneberg der zuständig.

Ein Erbschein wird nur dann erforderlich und auch ausgestellt, wenn auch ein Antrag darauf gestellt wurde. Den Antrag können die Alleinerben aber auch mögliche Miterben, Nacherben, Ersatzerben oder auch der Vollstrecker des Testaments stellen.


Einzelnachweise

dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »
Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »