Betroffene Personen, die vor ihrem Tod im Bereich des Amtsgerichts Ulm wohnten, werden von der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Ulm verwaltet.

Möchten Personen aus dem örtlichen Einzugsgebiet des Gerichtes ihr Testament in Verwahrung geben, liegt die Zuständigkeit bei diesem Nachlassgericht Ulm. Erben können am Nachlassgericht Ulm außerdem einen Antrag zur Erstellung eines Erbscheins einreichen.

Die Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Ulm ist in bestimmten Fällen nicht zuständig. Ein Ausschlagen des Erbes beispielsweise kann auch am Nachlassgericht eingereicht und verhandelt werden, in dessen Bezirk die erklärende Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Die beglaubigten Dokumente werden vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Nachlassgericht Ulm - die Aufgaben in der Übersicht

Nachlassgericht Ulm

Die Erfüllung einer Vielzahl von in der Regel gebührenpflichtigen Aufgaben obliegt der Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Ulm

Aufgaben, die in den Bereich des Nachlassgerichts Ulm fallen, sind zum Beispiel:

  • Nachlassverwaltung
  • Nachlasssicherung
  • Erbenermittlung
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Ausstellung von Erbscheinen
  • Verwahren von Verfügungen im Todesfall

Nachlassgericht Ulm - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Zeughausgasse 14
89073 Ulm

89070 Ulm

Kontakt

Telefon-Nr.: 0731 189-0
Fax: 0731 189-2200
Website: amtsgericht-ulm.de

Amtsgericht Ulm - weitere Aufgabenfelder im Überblick

Auch andere Aufgabengebiete werden von dem zuständigen Amtsgericht Ulm verwaltet und betreut Der elektronische Rechtsverkehr wird noch für folgende andere Bereiche durch das Amtsgericht abgedeckt:

  • Familiensachen
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Zivilverfahren

Nachlassgericht Ulm - häufige Fragen

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass die Ausschlagung der Erbschaft auch im Nachlassgericht des Erben beantragt werden kann.

Das Nachlassgericht am Wohnbezirk des Erben übermittelt die erforderlichen Unterlagen in beglaubigter Form an das Nachlassgericht, welches für den Erblasser zuständig ist. Mögliche Anreisekomplikationen können somit umgangen werden.

Kann das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden, ist das Nachlassgericht Berlin Schöneberg der zuständig.

Ein Erbschein wird nur dann vom Amtsgericht ausgestellt, nachdem vorab ein entsprechender Antrag eines Beteiligten beim Nachlassgericht eingereicht wurde. Dieser Antrag kann vom Alleinerben, von möglichen Miterben, Nach- oder Ersatzerben sowie vom Testamentsvollstrecker gestellt werden.


Einzelnachweise

dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »
buzer.de: § 23a - Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) »
Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »
dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »