Für alle gemeldeten Personen, die zum Todeszeitpunkt im jeweiligen Amtsgerichtsbezirk gewohnt haben, gilt, dass sie der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Vechta in diesem Bereich unterstellt sind.

Diese Personen können ihr privatschriftliches Testament beim Nachlassgericht Vechta hinterlegen. Angehörige des Erblassers können hier die Ausstellung eines Erbscheins beantragen.

In wenigen besonderen Fällen liegt die jeweilige Zuständigkeit nicht beim Amtsgericht Vechta. Soll ein Erbe ausgeschlagen werden, kann die entsprechende Erklärung beispielsweise auch am gewöhnlichen Aufenthaltsort des Erben abgegeben werden.

Die Weitergabe der erforderlichen Dokumente an die Nachlassabteilung des Amtsgerichts des Erblassers für verschiedene Erklärungen ist für das Nachlassgericht des Erben obligatorisch.


Nachlassgericht Vechta - alle Aufgabenbereiche

Nachlassgericht Vechta

Die auf die Erben zukommenden Aufgaben verbunden mit einer Erbschaft, werden fast ausnahmslos vom Nachlassgericht Vechta betreut. Die Kosten müssen von den Erben getragen werden.

Fälle, die im Nachlassgericht Vechta behandelt werden, sind zum Beispiel:

  • Ermittlung der Erben
  • Verwahren von Verfügungen im Todesfall
  • Eröffnung von Verfügungen im Falle des Todes
  • Testamentsvollstreckerzeugnisse
  • Sichern des Nachlasses
  • Testamentsvollstreckung

Nachlassgericht Vechta - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Kapitelplatz 8
49377 Vechta
Postfach 11 51
49360 Vechta

Kontakt

Tel.-Nr.: 04441 87060
Fax: 04441 8706113
Homepage: amtsgericht-vechta.niedersachsen.de

Weitere Aufgaben des Amtsgerichts Vechta

Rechtsverkehr, der elektronisch abgewickelt werden kann, wird ebenfalls von diesem Amtsgericht übernommen:

  • Zivilverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit

Die häufigsten Fragen zum Nachlassgericht Vechta

Soll das Erbe ausgeschlagen werden, kann das (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Nachlassgericht im Bezirk des gewöhnlichen Aufenthalts der erklärenden Person vorgenommen werden.

Die notwendigen Unterlagen werden vom Nachlassgericht, an dem die Erbausschlagung erklärt wurde, an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weitergeleitet. Für den Erben entstehen demnach keine anreisebedingte Kosten.

Kann das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden, ist das Nachlassgericht Berlin Schöneberg der zuständig.

Ein Erbschein wird nur dann erforderlich und auch ausgestellt, wenn ein entsprechender Antrag eingereicht wurde. Dieser Antrag auf einen Erbschein kann von folgenden Personen gestellt werden: Testamentsvollstrecker, alleinige Erben, Miterben, Nacherben und Ersatzerben.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »
buzer.de: § 344 - Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) »
buzer.de: § 2247 - Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) »
Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »