Für alle gemeldeten Personen, die zum Todeszeitpunkt im jeweiligen Bezirk des Amtsgerichts gewohnt haben, ist die Nachlassabteilung des Gerichts zuständig.

Wenn Personen ein handgeschriebenes Testament verwahren wollen, liegt die Zuständigkeit bei diesem Nachlassgericht Wermelskirchen. Erben können am Nachlassgericht Wermelskirchen zudem einen Antrag zur Ausfertigung eines Erbscheins einreichen.

Nicht zuständig in bestimmten Fällen ist die Abteilung Nachlass des Nachlassgericht Wermelskirchen, auch wenn der Erblasser dort im Bezirk zuletzt gemeldet gewesen ist. Für die Ausschlagung der Erbschaft etwa, kann das Nachlassgericht im Einzugsgebiet der Person, die die Erklärung einreicht, zuständig sein.

Das für den Erben örtlich zuständige Nachlassgericht ist dazu angehalten, die benötigten, beglaubigten Dokumente an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weiterzugeben


Welche Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht Wermelskirchen?

Nachlassgericht Wermelskirchen

Eine Vielzahl von Aufgaben werden vom jeweiligen Nachlassgericht übernommen, davon sind einige mit Gebühren verknüpft.

Aufgaben, die in den Bereich des Nachlassgerichts Wermelskirchen fallen, sind zum Beispiel:

  • Nachlassverwaltung
  • Erbenermittlung
  • Erteilen von Erbscheinen
  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Eröffnen von Verfügungen
  • Vollstreckung des Testaments
  • Sicherung des Nachlasses
  • Verfügungen im Todesfall

Nachlassgericht Wermelskirchen - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Brückenweg 2-4
42929 Wermelskirchen
Postfach 11 20
42904 Wermelskirchen

Kontakt

Tel.-Nr.: 02196 712-0
Fax-Nummer: 02196 712-160
Website: ag-wermelskirchen.nrw.de

Amtsgericht Wermelskirchen - weitere Aufgabenfelder im Überblick

Rechtsverkehr, der elektronisch abgewickelt werden kann, wird ebenfalls von diesem Amtsgericht übernommen:

  • Grundbuchverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Zivilverfahren

Häufig gestellte Fragen zum Nachlassgericht Wermelskirchen

Soll das Erbe ausgeschlagen werden, kann das (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Amtsgericht beziehungsweise Nachlassgericht der das Erbe ausschlagenden Person eingereicht werden.

Die Weiterleitung erfolgt, damit der Erbe es wesentlich einfacher hat, das Ausschlagen des Erbes durchzuführen.

Das Amtsgericht in Berlin Schöneberg wird dann verantwortlich, wenn das örtliche Amtsgericht nicht gefunden werden kann.

Das Nachlassgericht erteilt nur dann einen Erbschein, wenn vorab ein entsprechender gültiger Antrag eingereicht wurde. Der Antrag kann von verschiedenen Beteiligten im Nachlassverfahren gestellt werden. So zum Beispiel von den Alleinerben, Miterben, Nacherben oder Ersatzerben. Auch ein Testamentsvollstrecker ist dazu berechtigt, einen Erbscheinantrag vorzubringen.


Einzelnachweise

dejure.org: Gerichtsverfassungsgsetz § 23a »
dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: § 2247 BGB Eigenhändiges Testament »
dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »