Die Abteilung Nachlass des Amtsgerichtes Westerburg ist für alle Bürger zuständig, die beim Zeitpunkt des Todes im zuständigen Gerichtsbezirks lebten.

Wenn Personen ein handgeschriebenes Testament verwahren wollen, können sie das Nachlassgericht Westerburg aufsuchen. Erben können am Nachlassgericht Westerburg außerdem einen Antrag zur Ausfertigung eines Erbscheins einreichen.

Nicht für alle Nachlassangelegenheiten ist das Nachlassgericht Westerburg zuständig. Die Erbausschlagung kann in manchen Fällen auch an dem Nachlassgericht durchgeführt werden, in dessen Bezirk die erklärende Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Gesetzlich ist festgesetzt, dass die für eine Erbausschlagung erforderlichen Dokumente vom Nachlassgericht des Erben in beglaubigter Form an die zuständige Nachlassabteilung des für den Erblasser zuständigen Amtsgerichtes übermittelt werden.


Nachlassgericht Westerburg - alle Aufgabenbereiche

Nachlassgericht Westerburg

Für fast alle Aufgaben, die im Zuge einer Erbschaft für die Erben bzw. den Erblasser anfallen, ist das Nachlassgericht Westerburg zuständig. Kosten, die dabei anfallen, müssen von den Erben getragen werden.

Fälle, die im Nachlassgericht Westerburg behandelt werden, sind zum Beispiel:

  • Testamentsvollstreckerzeugnisse
  • Nachlassverwaltung
  • Erbscheinerteilung
  • Ermitteln der Erben
  • Verfügungen im Todesfall
  • Eröffnung von Verfügungen im Falle des Todes
  • Vollstreckung des Testaments
  • Sichern des Nachlasses

Nachlassgericht Westerburg - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Wörthstraße 14
56457 Westerburg
Postfach 11 80
56450 Westerburg

Kontakt

Tel.: 02663 981-3
Fax-Nr.: 02663 981-400
Homepage: agwes.justiz.rlp.de

Amtsgericht Westerburg - weitere Aufgabenfelder im Überblick

Neben Nachlassangelegenheiten, fallen verschiedene weitere Tätigkeiten in den Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Westerburg. Der elektronische Rechtsverkehr wird noch für folgende andere Verfahren durch das Amtsgericht abgedeckt:

  • Strafverfahren
  • Familiensachen
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Grundbuchverfahren

Häufig gestellte Fragen zum Nachlassgericht Westerburg

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass das Ausschlagen einer Erbschaft auch bei der Nachlassabteilung des für den Erbempfänger zuständigen Amtsgerichtes erklärt werden kann.

Dem Erben entstehen keine weiteren Kosten durch die Anmeldung zur Ausschlagung des Erbes am Wohnort des Erblassers. Stattdessen arbeiten die beiden Nachlassgerichte Hand in Hand und das Amtsgericht des Erben leitet alle Dokumente beglaubigt an das Amtsgericht des Verstorbenen weiter.

Sollte dieser Fall eintreten, ist das Gericht in Berlin Schöneberg zuständig.

Eine Ausfertigung dieses Erbscheins wird nur dann vom zuständigen Amtsgericht durchgeführt, nachdem vorab ein entsprechender Antrag eines Beteiligten beim Nachlassgericht eingereicht wurde. Die Erstellung eines Antrags liegt nicht nur bei einer Person des Nachlassverfahrens. Die alleinigen Erben, die Miterben, die Nacherben oder auch andere Personen sind dazu berechtigt. Die Berechtigung für solche einen Antrag auf einen Erbschein kann auch vom Vollstrecker des Testaments erfolgen.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »
buzer.de: § 23a - Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) »
Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »